PTA-News

PTA-News

Symbolbild für den PTA-News-Beitrag zu Kopflausbefall auf apothekia.de mit einer Kopflaus in Nahaufnahme vor einem Läusekamm
Das Wichtigste über Kopfläuse

Wo viele Kinder auf engem Raum zusammensitzen, ist die Ansteckungsgefahr besonders hoch. Das gilt nicht nur für Erkältungskrankheiten. Kopfläuse sind an Schulen wie Kitas ein immer wiederkehrendes Problem. Eltern entdecken dann die kleinen Krabbler oder die als Nissen bekannten, weißen Eihüllen im Haar ihrer Kinder. Oft ist dann schon die halbe Schulklasse betroffen. Die Jahreszeit spielt dabei kaum eine Rolle und auch häufiges Haarewaschen schützt nicht. Betroffene Kinder werden vom Unterricht ausgeschlossen und dürfen erst wieder hingehen, wenn sie erfolgreich gegen den Kopflausbefall behandelt wurden. In manchen Fällen verlangen die Schulen sogar ein ärztliches Attest und bei manchen Kopflauspräparaten übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Kinder. Die meist entsetzten Eltern stehen mit oder ohne Rezept dann in der Apotheke und möchten Läusemittel, so genannte Pedikulozide, kaufen. Zur erfolgreichen Behandlung ist es aber nötig, die ein oder andere Sache über Kopfläuse zu wissen:

Kopflaus-Wissen kompakt

Die Kopflaus (Pediculus humanus capitis) ist ein Insekt, das sich darauf spezialisiert hat, als Parasit auf der menschlichen Kopfhaut zu leben. Die gute Nachricht ist: Sie kommt auch wirklich nur dort vor. Ansteckungen über Haustiere sind so gut wie ausgeschlossen. Die Ansteckung über Kleidung und Wäsche ist recht selten. Ohne einen warmen Platz auf der Kopfhaut und die Möglichkeit, sich alle paar Stunden mit einer Blutmahlzeit zu versorgen, ist die Kopflaus nur ungefähr einen Tag überlebensfähig.

Die schlechte Nachricht ist: Wo Menschen sind, sind wahrscheinlich irgendwann auch Kopfläuse. Deshalb sind Orte wie Schulen und Kindergärten auch Hotspots des Kopflausbefalls. Dass wir auch noch im 21. Jahrhundert mit der Laus zu kämpfen haben, liegt an ihrer Fortpflanzungsstrategie. In seinem kurzen Leben legt das Kopflausweibchen nämlich bis zu 140 Eier. Diese klebt es an die Haare. Dort haften sie so gut, dass die Nissen, noch lange nach dem Schlüpfen der Larven dort verbleiben. Die Eier sind dank Kopfhautwärme nach etwa einer Woche ausgebrütet.

apothekia-Infografik zum 3-wöchigen Lebenszyklus der Kopflaus

Das ist wichtig zu wissen, um Kopfläuse auch wirklich los zu werden. Viele Kopflausmittel töten nämlich in erster Linie die Larven und die erwachsenen Tiere. Einige Zeit nach der Behandlung rücken die frischgeschlüpften Kopfläuse dann einfach nach. Wichtig ist deshalb, acht bis elf Tage nach der ersten Behandlung eine zweite folgen zu lassen. Dies entspricht auch der Empfehlung des Robert Koch Instituts.

Was gegen Läuse hilft – und was nicht

Läusebefall hat nichts mit Hygiene zu tun. Deshalb lässt sich eigentlich wenig tun, um ihm vorzubeugen. Um zu verhindern, dass sich Kopfläuse ausbreiten, müssen sie schnell erkannt und dann gründlich bekämpft werden. Dabei ist es entscheidend, dass die Eltern gut informiert sind und wissen, woran sie Kopflausbefall beim Nachwuchs erkennen. Eine nützliche und kostenlose Broschüre hat hierzu zum Beispiel die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung herausgebracht. Auch das RKI hat einen ausführlichen Online-Ratgeber erarbeitet.

Wenn es ans Bekämpfen der Kopfläuse geht, empfiehlt das Robert Koch Institut darin eine Kombination aus Läusemitteln und wiederholtem Auskämmen mit einem speziellen Läusekamm. Fragwürdig sind hingegen Behandlungen mit Mayonnaise, Saunagängen oder Föhnwärme. Eltern, die auf „Chemie“ verzichten wollen, sollten lieber auf geprüfte physikalische Läusemittel zurückgreifen. Diese enthalten dünnflüssiges Silikonöl, an dem die lästigen Parasiten ersticken.

Du willst mehr wissen?

Wichtiges zum Thema Kopfläuse und zu den Behandlungsmöglichkeiten kannst du bei apothekia lernen, zum Beispiel im Aufbaumodul Kopfläuse.

Quellen/Weiterführende Links:

Robert Koch Institut: Kopflausbefall. RKI-Ratgeber (Stand 17.11.2008)

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Hg.): Kopfläuse … was tun?  (Downloadlink, Stand Oktober 2014)

Heukelbach, J: Kopflausmittel mit physikalischen Wirkprinzipien. DAZ Online (08.09.2011).

Nahrungsergänzungsmittel
Wie hilfreich sind Nahrungsergänzungsmittel beim Sport?

Der Jahreswechsel ist ein beliebter Zeitpunkt, um sich neue Ziele zu setzen. Dabei ist eine gesündere Lebensweise durch mehr Sport und gesunde Ernährung einer der häufigsten Neujahrsvorsätze. Gerade in dieser Zeit werden gehäuft Nahrungsergänzungsmittel (NEM) beworben, die schnelle Ergebnisse garantieren sollen. Auch in der Apotheke gibt es rezeptfrei eine große Auswahl an Nahrungsergänzungsmitteln zu kaufen. Doch bei der enormen Vielfalt geht schnell der Überblick verloren. Häufig bleiben Fragen offen wie: Ist die Einnahme dieser Produkte wirklich hilfreich? Und welche Produkte sind wann zu empfehlen?

In diesem Artikel wollen wir diesen Fragen nachgehen.

Wie werden NEM definiert?

Nach der Nahrungsergänzungsmittel-Verordnung von 2004 sind Nahrungsergänzungsmittel als Lebensmittel definiert, die die allgemeine Ernährung ergänzen sollen. Es sind Konzentrate von Nährstoffen, die ernährungsspezifische oder physiologische Wirkungen haben. Sie werden in dosierter Form zur Aufnahme in kleinen Mengen dargereicht, oft als Kapseln, Pillen, Tabletten oder Pulverbeutel. Häufige Inhaltsstoffe sind Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren, essenzielle Fettsäuren, Ballaststoffe, Probiotika sowie Koffein und Kreatin. Zu Werbezwecken dürfen Hersteller keine Aussagen machen, die sich auf eine Beseitigung, Linderung oder Verhütung von Krankheiten in Verbindung mit NEM beziehen. Lediglich die Formulierung „Senkt das Risiko“ ist in Fällen erlaubt, die zuvor von der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde genehmigt wurden.

Sorgfältiger Umgang mit NEM

Nahrungsergänzungsmittel sind heute aus dem Sport nicht mehr wegzudenken. Insbesondere im Leistungssport wird regelmäßig zu diesen Mitteln gegriffen. Obwohl bei häufigem Sport der Bedarf an Nährstoffen nicht ansteigt, nehmen viele Sportler NEM nach dem Gießkannenprinzip, auch bekannt als „Kann bestimmt nicht schaden“. Bei den fettlöslichen Vitaminen A und D ist das jedoch nicht zwingend richtig (siehe Hypervitaminosen). Die dauerhafte Einnahme großer Mikronährstoffmengen ist insgesamt auch deshalb nicht sinnvoll, weil ein Überschuss an Nährstoffen weder die Leistung verbessert noch der Gesundheit förderlich ist.

Stattdessen sollte vorher durch einen Arzt festgestellt werden, ob überhaupt Bedarf an Nahrungsergänzungsmitteln besteht. Hierzu können Sportler Ernährungsprotokolle führen, um Auffälligkeiten, wie beispielsweise Müdigkeit oder Schlappheit besser zu dokumentieren. Mit Hilfe von klinischen Bluttests können schließlich die behandelnden Ärzte die Auffälligkeiten auf tatsächliche Nährstoffmängel untersuchen. Ein häufiges Problem von Sportlern ist beispielsweise ein Eisenmangel. Sollte hier im Zuge einer Blutuntersuchung ein Mangel festgestellt werden, kann der behandelnde Arzt den Nährstoffmangel durch Eisentabletten ausgleichen.

Sportler, für die sich NEM lohnen

Insbesondere Sportler, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, leiden häufig an Nährstoffmängeln. Wenn sie nicht wissen, welche Mengen sie an Nährstoffen mit welcher Nahrung aufnehmen können, kommt es schnell zu einer einseitigen Ernährung, die eben zu Nährstoffmängeln führen kann. Personen mit Lebensmittelunverträglichkeiten leiden ebenfalls häufig unter Nährstoffmängeln, da sie auf den Verzehr bestimmter Lebensmittel verzichten müssen. Bei diesen beiden Gruppen lohnt sich die zusätzliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, weil bei ihnen die Energie- und Nährstoffzufuhr unzureichend ist. Trotzdem ist es empfehlenswert, den Ernährungsstatus als Vegetarier, Veganer oder bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten durch einen Arzt oder Ernährungsberater prüfen zu lassen und nicht auf Basis reiner Vermutungen NEM einzunehmen.

Wechselwirkungen möglich

Was noch gegen die Verwendung von NEM nach dem Gießkannenprinzip spricht, sind mögliche Wechselwirkungen unterschiedlicher Präparate. Die enthaltenen Substanzen können sich nach der Einnahme in unterschiedlicher Weise beeinflussen: Die Wirkung kann am Zielort verändert sein, wobei der beabsichtigte Effekt entweder verstärkt, abgeschwächt oder aufgehoben werden kann. Auch die Wirkung von Medikamenten kann durch NEM beeinflusst werden, so dass die Einnahme neuer Präparate vorher ärztlich abgeklärt werden muss. Deshalb sollten so wenig Ergänzungsmittel wie möglich parallel eingesetzt werden.

Zusammengefasst

Mit Nahrungsergänzungsmitteln sollte nicht nur im Sport, sondern im Allgemeinen sorgfältig umgegangen werden. Bei Personen, die keinen Mangel aufweisen, reicht in der Regel eine ausgewogene und vielseitige Ernährung, um den Bedarf an Nährstoffen zu decken. Das willkürliche Einnehmen von NEM ohne die Gewissheit eines Nährstoffmangels kann zu Nebenwirkungen und gesundheitlichen Problemen führen. In bestimmten Fällen kann ist die Einnahme von NEM jedoch sinnvoll, um einen tatsächlichen Mangel zu kompensieren oder vorzubeugen.

Willst du mehr wissen?
Quellen:

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.. September 2014, Abrufdatum 14.01.2019

Deutscher Olympischer Sportbund DOSB in Zusammenarbeit mit der DGE Broschüre „Nahrungsergänzungsmittel“.  1. Auflage. Frankfurt am Main, Juni 2014, Abrufdatum 14.01.2019

Verbraucherzentrale. Nahrungsergänzungsmittel: Was das Gesetz erlaubt.  Oktober 2018, Abrufdatum am 14.01.2019

Bild: apothekia wünscht ein frohe neues Jahr 2019!
Wissen, Punkte und Module – so fleißig waren PTA & PKA 2018

Zum Jahresende schauen wir zufrieden auf das Jahr 2018 zurück. Wir haben zahlreiche Module für euch erstellt und ihr, liebe PTA und PKA, habt euch viele Wissens- und Prämienpunkte damit erarbeitet.

Damit wir in Zukunft noch mehr Module und spannende Angebote für euch realisieren können, haben wir unser Team vergrößert. Im neuen Büro im Kölner Mediapark arbeiten wir auch schon fleißig an frischen Modulen für 2019 und freuen uns auf das neue Jahr.

Neue Module 2018 – Fleißige PTA & PKA sammeln 679.972 Prämienpunkte
Infografik: mein.apothekia 2018 in Zahlen
Neuer Meilenstein: apothekia kooperiert nun mit der APOTHEKE ADHOC

Im März fiel die Entscheidung, am 11. Oktober dann schlossen sich die beiden Portale apothekia und APOTHEKE ADHOC zu einer Plattform zusammen. Wir sind weiterhin zwei getrennte Unternehmen. Für den gemeinsamen Auftritt haben wir uns entschieden, um näher an unseren Nutzerinnen zu sein. APOTHEKE ADHOC und apothekia sind nun nur einen Klick voneinander entfernt: Aktuelle Branchen-News treffen kompaktes Medizin- und Produktwissen. Diese Kooperation setzten wir auch vor Ort mit einem gemeinsamen Stand auf der expopharm um.

Ein Jahr – vier Sonderaktionen

Euer Engagement wurde in diesem Jahr gleich mehrfach belohnt. Mit unseren Sonderaktionen hattet ihr die Möglichkeit, tolle Gewinne abzustauben oder noch mehr Prämienpunkte zu sammeln. Ihr habt uns so gutes Feedback zu den Aktionen gegeben, dass wir auch im neuen Jahr wieder viele Gewinnspiele und Aktionen einplanen. Ein großes Dankeschön an alle fleißigen PTAs!

Auch aktuell gibt es etwas zu gewinnen: Wir verlosen eine Traumreise von AIDA im Wert von 1.500 Euro. Wie ihr mitmachen könnt, erfahrt ihr hier.

Infografik: apothekias Sonder-Aktionen 2018
Euer Feedback ist uns wichtig

Seit apothekia vor fünf Jahren an den Start ging, lautet das Motto: „Hol‘ dir, was du brauchst!“ Damit wir PTA und PKA weiterhin geben können, was sie brauchen, hören wir auf euch. Darum freuen wir uns jederzeit über Feedback!

Abschließend bedanken wir uns bei allen angemeldeten PTA und PKA und wünschen euch einen guten Rutsch ins neue Jahr!

– Euer apothekia-Team

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Andere und sich selbst vor dem Erfrieren retten

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und die Tage werden deutlich kälter. Am liebsten möchten die meisten von uns sich in ihrem gemütlichen, warmen Zuhause verkriechen. Diejenigen, die es an besonders kalten Tagen doch nach draußen zieht, sollten sich warm einpacken. Denn kalte Temperaturen, insbesondere Minusgrade, bringen auch Gefahren mit sich. Eine mögliche Unterkühlung oder Erfrierung sollte dabei nicht unterschätzt werden.

Wir zeigen dir im Folgenden, wie du Unterkühlungen und Erfrierungen bei dir und anderen vorbeugen kannst und welche Erste-Hilfe-Maßnahmen es gibt, wenn jemand zu erfrieren droht.

Was passiert bei Erfrierungen und Unterkühlungen?

Wenn die Kälte auf den Körper einwirkt, kann es zu einer Unterkühlung oder einer Erfrierung kommen. Dies wird begünstigt durch lange und bewegungsarme Aufenthalte in kalter Umgebung.

Normalerweise sorgt unser Blut dafür, dass sich die Körperwärme gleichmäßig in allen Körperteilen und der Haut verteilt. Bei Kälte ziehen sich die Blutgefäße allerdings zusammen. Dadurch verliert der Körper weniger Wärme und lenkt mehr Blut Richtung Körperstamm, um lebenswichtige Organe zu versorgen. Je mehr jedoch der Blutfluss in den Körperteilen und der Haut abnimmt, desto eher kommt es zu lokalen Erfrierungen, also Gewebeschäden durch Kälteeinwirkung. Hier gibt es unterschiedliche Schweregrade, die von geröteten, leicht schmerzenden Hautstellen bis hin zum Absterben ganzer Körperteile reichen.

Zusätzlich senkt Kälte die Körpertemperatur. Sobald der Wärmeverlust nicht länger ausgeglichen werden kann, etwa durch das Kältezittern der Muskulatur, sinkt die Körpertemperatur stetig und der Körper unterkühlt. Ab einer Körpertemperatur von 36°C und darunter wird von einer Unterkühlung, auch Hypothermie, gesprochen. Diese kann im Ernstfall lebensbedrohlich sein.

Alter und Alkohol sind Risikofaktoren

Kleine Kinder und alte Menschen sind von Erfrierungen und Unterkühlungen schneller betroffen. Bei Kindern ist das Verhältnis von Körpervolumen zur Körperoberfläche relativ groß. Dadurch überhitzen und unterkühlen sie abhängig von der Umgebungstemperatur schneller als Erwachsene. Ältere Menschen hingegen produzieren weniger Wärme und können Kälte gleichzeitig schlechter wahrnehmen.

Auch Rauchen, bestimme Medikamente, Durchblutungsstörungen, Diabetes, Unterernährung oder Erschöpfung können sich negativ auf die Thermoregulation auswirken und Erfrierungen und Unterkühlungen begünstigen. Bei Alkohol sollte man besonders vorsichtig sein, da man unter Alkoholkonsum die tatsächliche Temperatur nur sehr vage einschätzen kann. Der Alkoholkonsum ist dabei besonders trügerisch, weil er im Körper zunächst ein warmes Gefühl verursacht. Da sich durch Alkohol die Gefäße weiten, verliert der Körper tatsächlich aber mehr Wärme.

Rettungsmaßnahmen

Sollten wir nun bei einer Person bemerken, dass sie zittert, kalte und bleiche Haut hat und über Schmerzen klagt, können wir das als Anzeichen einer Unterkühlung ausmachen. Eine schwerwiegende Unterkühlung können wir am Bewusstseinsverlust und extrem niedrigen Puls der Person erkennen. In beiden Fällen sollte auf jeden Fall der Notarzt gerufen werden. Während der Wartezeit können bereits lebenswichtige Maßnahmen getroffen werden. Zunächst müssen wir die Person ins Warme bringen und mit Decken zu decken.  Hierbei muss darauf geachtet werden, dass der Kopf dabei bedeckt und der Körper vom kalten Boden isoliert wird. Die Arme und Beine sollten hierbei nicht direkt erwärmt werden, da sonst das kalte Blut zurück zu den lebenswichtigen Organen geführt wird, was dazu führen kann, dass die innere Körpertemperatur sinkt.

Ist der Betroffene bei Bewusstsein helfen ebenfalls warme und gezuckerte Getränke – alkoholartige Getränke sind dabei auf jeden Fall zu vermeiden. Von Massieren oder Reibungsbewegungen ist ebenfalls abzuraten. Unterkühlte Personen müssen äußerst vorsichtig behandelt werden, ansonsten kann ein Herzstillstand drohen. Bei einem Atemsillstand oder einer langsamen und flachen Atmung sollte eine Herz-Lungen-Wiederbelebung erfolgen.

Vorbeugungsmaßnahmen

Damit es nicht zu so gravierenden Schritten kommt, stellen wir dir vorbeugende Maßnahmen vor, die gut vor einer Unterkühlung und oder einer Erfrierung schützen.

Die richtige Kleidung

Wir wissen alle, dass sich warm Anziehen bei kaltem Wetter hilft. Mütze, Schal und Handschuhe sind dabei im Winter nützliche Begleiter. Bei extremer Kälte, lässt sich der Schal auch einfach bis unter die Augen ziehen. So bleiben die kälteempfindlichen Wangen und die Nase warm.

Bei der Wahl der Kleidung bewährt sich die Zwiebel-Taktik: Mehrere, dünnere Schichten Kleidung wärmen besser als eine einzelne dicke Schicht. Dabei sollte die äußerste Schicht möglichst winddicht sein.

Hände und Füße, bzw. Zehen und Finger sind vom Körperstamm weit entfernt und damit ebenfalls kälteanfällig. Hier ist gut zu wissen, dass Fausthandschuhe besser wärmen als Fingerhandschuhe, da die Finger sich darin gegenseitig wärmen können. Bei der Schuhwahl sollte darauf geachtet werden, dass der Schuh nicht zu eng ist, weil die Durchblutung der Füße sonst gestört wird. Idealerweise werden Winterschuhe eine Nummer größer gekauft, um darunter dicke Socken tragen zu können.

Rein ins Warme

Bei eiskalten Temperaturen sollten wir nicht zu lange und ohne Bewegung draußen bleiben, sondern lieber regelmäßige Aufwärmpausen machen. Es gilt: wer bibbert muss ins Warme.

Viel trinken

Auch bei kalten Temperaturen sollten wir ausreichend viel trinken. Dazu bieten sich warme, nicht zu heiße Getränke an und – wie im ganzen Jahr auch –  Wasser. Um sich aufzuwärmen sind alkohol- und koffeinhaltige Getränke aber nur begrenzt zu empfehlen, da es beide Stoffe dem Körper erschweren, Wärme zu produzieren.

Abschließend

Es ist zugegebenermaßen schwierig, in Deutschland an Unterkühlung zu sterben. Dennoch erfrieren jährlich Menschen, insbesondere Obdachlose. Situationen, in denen Personen auskühlen, sind hingegen häufig. In den vergangenen Jahren folgte der Kälteeinbruch meist kurz nach Jahreswechsel, so dass es auch in diesen milden Wintermonaten gut ist, über Kälteschutz zu sprechen, bevor wir mit tauben Fingern auf dem Smartphone danach googeln.

Quellen:

Pschyrembel Online

Deutsches Rotes Kreuz -Erste Hilfe

Deutsches Rotes Kreuz – Gesundheitstipps

Deutsche Apotheker Zeitung

Deximed. Deutsche Experteninformation Medizin

Misteln
Misteln – ein Weihnachtsmärchen?

Besonders zur Weihnachtszeit nehmen wir die Mistelpflanze wieder häufiger wahr. Im Winter, wenn die Bäume bereits ihre Blätter verloren haben, können wir die Misteln auf vielen Laubbäumen entdecken. Die kugeligen, parasitären Halbsträucher erinnern dabei an Vogelnester. Die meisten von uns kennen die Mistelzweige dabei als Teil eines Weihnachtsbrauchs aus den USA und England: Ein Paar, das unter einem aufgehängten Mistelzweig steht, muss sich dem Brauch nach küssen. Als Weihnachtsdeko werden Misteln inzwischen auch bei uns zu Sträußen gebunden und aufgehängt.

Der Mistelzweig fasziniert die Menschen seit jeher. In der heutigen Zeit sagen Alternativmediziner der Mistel nach, dass sie bei Krebs wirksam sei. Die Pflanze weckt auch medizinisches Interesse: Die Wirkung ihrer Inhaltsstoffe wird aktuell erforscht. Doch wie wirksam ist die Mistel als Heilpflanze?

Helfen Misteln gegen Krebserkrankungen?

Vor etwa hundert Jahren schlug der Begründer der Anthroposophie Rudolf Steiner aus weltanschaulichen Gründen die Anwendung von Misteln gegen Krebs vor. Er sprach den Mistelpräparaten einen Heilfaktor zu. Heute ist die Mistelpflanze Gegenstand umfangreicher Studien. Sie enthält wie viele Pflanzen, Substanzen, die sie vor Fressfeinden schützen. Einige dieser Stoffe sind auch als potentielle Wirkstoffe interessant. Die Inhaltsstoffe der Mistelpflanze, insbesondere Lektine und Viscotoxine, haben unter anderem eine immunologische Wirkung. Die zytotoxische Wirkung von Viscotoxinen wurde zudem auch an Zellkulturen und in Tierversuchen getestet und belegt. Befürworter der Misteltherapie glauben daher, dass mit Mistelpräparaten der programmierte Zelltod bei Tumorzellen eingeleitet werden kann.

Fachleute sehen die Anwendung von Misteln gegen Krebserkrankungen dagegen kritisch. Insbesondere, weil es bis heute keinen sicheren Beweis für die Wirksamkeit gegen Krebserkrankungen gibt. In den USA sind Mistelpräparate daher auch nicht zugelassen, weil eben ausreichende Belege fehlen. Moderne Studien deuten lediglich darauf hin, dass sich die Lebensqualität Betroffener damit eventuell verbessern lässt. Trotz fehlender Evidenz setzen viele Patienten ihre Hoffnungen weiterhin in die Behandlung mit Mistelpräparaten.

Warum ist das so?

Bereits im Altertum glaubten Menschen an Heilkräfte der Mistelpflanze. Man war der Auffassung, dass sich Gleiches mit Gleichem behandeln ließe. Daher wurde die Mistel früher schon gegen Krebserkrankungen eingesetzt, da sie durch ihre Lebensweise als Halbschmarotzer an ein Geschwür erinnert. Die Mistel wohnt auf anderen Pflanzen und entzieht diesen Wasser und Nährsalze. Krebs wurde ebenfalls als ein Parasit des menschlichen Körpers angesehen, so dass die Menschen früher der Auffassung waren, der Parasit Mistel würde gegen den Parasiten Krebs helfen. Solche Theorien zur Wirkung des Mistelextrakts haben sich über die Jahre hartnäckig gehalten.

Sind Mistelpräparate sicher?

In Deutschland, Österreich und in der Schweiz sind Mistelpräparate die meistverwendeten, komplementären Krebsmittel zur adjuvanten Behandlung. Die Präparate gibt es nur als Injektion und nicht zum Einnehmen. Dabei werden die Lösungen in der Regel subcutan angewendet, was viele Patienten nach Anleitung selbst schaffen. Die Therapie gilt als vergleichsweise sicher und wird von den meisten Menschen gut vertragen. Die Präparate haben aber, wie viele Therapien auch, Nebenwirkungen. Dazu zählen allergische Reaktionen, Entzündungsreaktionen oder grippeähnliche Symptome mit Fieber und Kopfschmerzen. Es sind zudem Rötungen und Schwellungen an der Einstichstelle möglich. Darüber hinaus können sich die Lymphknoten in der Nähe des Einstiches vergrößern. Menschen mit Hautkrebs oder Lymphdrüsenkrebs wird die Misteltherapie deshalb auch ausdrücklich nicht empfohlen. Für die Anwendung in der Stillzeit, während der Schwangerschaft oder bei Kindern sind Mistelpräparate ebenfalls nicht geeignet. Betroffene, die sich einer Misteltherapie unterziehen möchten, sollten auf jeden Fall Rücksprache mit einem Arzt halten.

Obwohl die Wirkkraft der Mistelpflanze nicht ausreichend belegt ist, hilft es vielen, wenn sie daran glauben können. Patienten, die sich einer Misteltherapie unterzogen haben, gaben an, dass sie sich allgemein besser fühlten und ihre Lebensqualität während einer Chemotherapie weniger abnahm. Auch wenn diese Aussagen nicht wissenschaftlich belegt werden können, bieten sie den Betroffenen Trost und Unterstützung. So leistet die Mistel als Pflanze weit mehr, als nur den ein oder anderen Türrahmen in der Weihnachtszeit zu verschönern.

 

Quellen

Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum (Dkfz) (Stand 09.2016)

Kooperation Phytopharmaka GbR (Abrufdatum 04.12.18)

Jürgen Reichling. Pschyrembel Online (Stand 04.2016)

Welt-AIDS-Tag
Welt-AIDS-Tag: Neue Vorsorgeoptionen, alte Probleme

Seit 1988 wird jährlich am 1.Dezember auf das HI-Virus aufmerksam gemacht und gleichzeitig daran erinnert, dass die Gefahr noch nicht gebannt ist. Zwischen den 80er Jahren und 2013 haben sich weltweit etwa 77 Millionen Menschen mit HIV infiziert. Mehr als 35 Millionen Menschen sind bisher an den Folgen von AIDS gestorben. In Deutschland allein waren es etwa 30.000.

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Insbesondere in Deutschland hat die Zahl der Neuinfektionen mit HIV in den letzten Jahren stetig abgenommen. Das lässt sich aus den aktuellen Zahlen des Robert Koch Instituts entnehmen. 2016 infizierten sich noch ca. 2.900 Menschen mit dem HI-Virus. Während es 2017 nur noch ca. 2.700 Menschen waren. In Deutschland leben heute rund 86.000 Menschen mit HIV. Durch Medikamente können die meisten ihr Leben ganz normal gestalten und haben auch eine fast normale Lebenserwartung.

Warum gibt es in Deutschland weniger Neuinfektionen?

Vor 2015 begann man die HIV-Therapie erst in späteren Stadien, wenn der Betroffene bereits erkrankt war. Seit 2015 wird in der Regel sofort nach der Diagnose eine medikamentöse Behandlung eingeleitet. So kann die Gesundheit besser erhalten werden, da die Vermehrung des Virus im Körper verhindert wird. Ganz wichtig dabei: durch die erfolgreiche Therapie wird zudem die Übertragung des Virus verhindert. Eine HIV-positive Person unter erfolgreicher Therapie kann also niemanden mehr mit HIV anstecken.

Ein weiterer Grund für die Abnahme der Neuinfizierten liegt auch in den vermehrten Testangeboten, so dass Menschen sich auf verschiedene Weise testen lassen und frühzeitig von ihrer HIV-Infektion erfahren können. Umso früher HIV diagnostiziert wird, desto eher kann die Therapie begonnen werden. Und wie bereits erwähnt, verhindert eine erfolgreiche Therapie die weitere Verbreitung des Virus und damit auch Neuinfektionen. Neben den Labortests und Schnelltests bei Beratungsstellen gibt es mittlerweile auch Selbst- und Einsendetests, die in der Apotheke gekauft und Zuhause durchgeführt werden können. Die Möglichkeit, sich selbst Zuhause anonym zu testen, werden sicher viele Menschen nutzen, die aus Angst oder Scham keinen Test beim Arzt oder einer Beratungsstelle machen möchten. Eine Herausforderung für die Apotheken wird dabei wahrscheinlich die Beratung bei der Abgabe der Tests sein. Insbesondere für die Möglichkeit, eines positiven Testergebnisses, sollten dem Verwender eines Schnelltests bereits vorab Informationen mitgegeben werden, wie er in dieser Situation am besten verfährt, um ihn nicht mit dem Testergebnis allein zu lassen.

Das Robert-Koch-Institut rät dazu, sich regelmäßig testen zu lassen. Die Zahl der Neuinfektionen liegt nämlich noch immer über der der Neudiagnosen. Insbesondere die Zahl der HIV-Spätdiagnosen ist in Deutschland 2017 weiterhin sehr hoch: Bei etwa 1.100 Betroffenen wurde das HI-Virus erstmalig diagnostiziert, als bereits ein fortgeschrittener Immundefekt vorlag. Bei 510 Betroffen erfolgte die Diagnose sogar erst mit dem Ausbruch von AIDS. Es wird geschätzt, dass etwa 11.400 Menschen in Deutschland noch nichts von ihrer HIV-Infektion wissen.

Auch die zunehmende Verbreitung der Prä-Expositionsprophylaxe (PrEP) seit 2017 hat vermutlich einen Einfluss auf den Rückgang genommen. Die PrEP wird von gesunden Menschen angewendet und schützt beim Sex mindestens genauso gut wie ein Kondom gegen eine HIV-Infektion. Was dabei jedoch nicht vergessen werden darf: Schutz gegen andere Geschlechtskrankheiten wie beispielsweise Syphilis und Tripper bietet sie nicht.

Für viele ist PReP, die etwa 50 Euro kostet, immer noch zu teuer, so dass einige wahrscheinlich auf die Schutzmöglichkeit verzichten müssen. Andere greifen auf günstigere Präparate zurück, die sie im Ausland bestellen. Diese können jedoch vereinzelt Risiken mit sich bringen, da der Wirkstoff möglicherweise nicht immer in richtiger Menge enthalten ist. Aufgrund dieser Gefahren wird auch eine Finanzierung der HIV-Prophylaxe PrEP für Menschen mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko durch die gesetzlichen Krankenkassen angestrebt.

Gemeinsam HIV bekämpfen

Die wichtigste Botschaft des Deutschen AIDS-Hilfe Vorstands Sven Warminsky lautet: „Es lohnt sich, Bescheid zu wissen.“ Denn bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung kann man heute gut und lange mit dem HI-Virus leben. Zudem kann eine Übertragung des Virus unter Therapie großräumig gestoppt werden. Die Deutsche AIDS-Hilfe setzt sich unter anderem dafür ein, den Menschen die Angst vor den Tests zu nehmen und zu zeigen, dass ein Leben mit HIV möglich ist. Viele Menschen scheuen sich noch vor dem HIV-Test, aus Angst vor dem Ergebnis. Auch die Furcht vor Stigmatisierung und Diskriminierung kann dazu führen, dass ärztliche Hilfe und Beratungsmaßnahmen nicht genutzt werden. Der Welt-AIDS-Tag ruft daher mit dem Slogan „Du hast HIV? Damit komme ich klar. Streich die Vorurteile“ dazu auf im Umgang mit HIV-positiven Menschen umzudenken, damit Menschen mit und ohne HIV im Alltag zusammenleben können.

Quellen:

Webseite Welt-AIDS-Tag, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Deutsche AIDS-Hilfe e.V.

UNAIDS

Bundesministerium für Gesundheit: Rückgang der HIV-Neuinfektionen. (Pressemitteilung vom 22.11.2018)

Lebertag
Der Leber zuliebe

Bald öffnen die Weihnachtsmärkte wieder und duften nach so einigen Leckereien. Für viele ist der Besuch auf dem Weihnachtsmarkt ohne den Genuss von dampfendem Glühwein kaum vorstellbar. Auch die jährliche Weihnachtsfeier mit den Arbeitskollegen und das Weihnachtsfest an Heilig Abend mit Familie und Freunden lädt zum gehörigen Alkoholkonsum ein, nur leider zum Nachteil unserer Leber.

Passenderweise erinnert uns der Deutsche Lebertag jährlich am 20. November daran, dass eine gesunde Leber lebenswichtig ist und dass übermäßige Mengen an Alkohol unserer Leber nachhaltig schaden können. In diesem Jahr lenkt der Deutsche Lebertag mit dem Motto „Ist Ihre Leber gesund?“ auf mögliche Krankheiten unseres Organs, welches häufig viel zu wenig Beachtung erhält.

Unsere Leber

Die Leber ist das größte unserer inneren Organe und erfüllt eine Reihe von wichtigen Aufgaben. Dabei ist sie für unseren Stoffwechsel von zentraler Bedeutung. Sie verarbeitet alles, was wir mit der Nahrung aufnehmen. Sie reguliert den Fett- und Zuckerstoffwechsel sowie den Mineral- und Vitaminhaushalt. Sie speichert wichtige Nährstoffe und stellt sie bei Bedarf wieder zur Verfügung.  Sie produziert täglich fast einen Liter Galle für unsere Verdauung, mit der sie auch Stoffwechselprodukte über den Darm absondert. Außerdem bildet sie lebensnotwendige Stoffe zum Beispiel für unsere Blutgerinnung.

Eine der wesentlichen Aufgaben besteht außerdem darin, unserem Körper gefährliche Stoffe zu entziehen. Durch die Blutgefäße können giftige Abbauprodukte oder mit der Nahrung aufgenommene Schadstoffe hineingelangen, die gefiltert werden müssen. Die Leber wandelt sie entweder um oder scheidet sie mit dem Urin aus. Das macht die Leber auch zum einzigen Organ, welches Alkohol in großen Mengen abbaut.

Auswirkung von Alkohol auf unsere Leber

Die Leber schafft es jedoch nur, eine gewisse Menge an Alkohol abzubauen, ohne dabei größeren Schaden zu nehmen. Doch nicht nur bei einer Alkoholabhängigkeit kann es zu gesundheitlichen Schäden der Leber kommen, sondern auch bei regelmäßigem Verzehr von größeren Mengen. Zu große Alkoholmengen, können die Funktion der Leber und das chemische Gleichgewicht stören, so dass Leberzellen verändert oder sogar zerstört werden.

Fettleber

Bei übermäßigem Verzehr kommt es zu Fetteinlagerungen, da der Alkohol von der Leber in Fett umgewandelt wird. Dadurch kommt es zunächst zu einer alkoholischen Fettleber. Wird nun weiter Alkohol konsumiert, drohen weitere Folgeerkrankungen. Die verfettete Leber kann sich nun leichter gefährlich entzünden (alkoholische Hepatitis). Im Folgenden kann die Entzündung zu einer lebensbedrohlichen Vernarbung der Leber führen (Zirrhose). Eine Zirrhose bildet sich im Normalfall nicht mehr zurück und kann zum Tod führen. Ein Verzicht auf Alkohol kann an diesem Punkt die fortgeschrittene Lebererkrankung nicht mehr rückgängig machen – dies kann den Krankheitsverlauf jedoch um einiges bremsen.

Maßnahmen

Soweit sollte es jedoch gar nicht kommen. Sobald erste Anzeichen einer betroffenen Fettleber erkannt werden, wie Müdigkeit, Appetitverlust, und Konzentrationsstörungen sowie ein Druckgefühl im rechten Oberbauch, sollten Maßnahmen getroffen werden. Die Leber kann sich im Frühstadium eines minimalen Leberschadens noch vollständig erholen. Es muss hierbei auf jeden Fall auf Alkohol verzichtet werden. Eine gesunde Ernährungsumstellung und das Nachgehen von sportlichen Aktivitäten können ebenfalls hilfreich sein.

Bewusst Genießen

Überhaupt sollte man Alkohol verantwortungsbewusst und in Maßen genießen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung erklärt: Wer ab und zu ein Glas Bier oder Wein trinkt, schadet seiner Gesundheit damit im Allgemeinen nicht. Frauen sowie Männer sollten jedoch darauf achten, dass ihr Konsum nicht die Risikogrenze übersteigt. Frauen sollten demnach nicht mehr als ein Glas pro Tag und Männer nicht mehr als zwei Gläser pro Tag trinken. Dabei sollte an zwei Tagen in der Woche ganz auf Alkohol verzichtet werden.

Wer während der Adventszeit auf seinen Alkoholkonsum achtet, muss die Weihnachtsmärkte nicht meiden. Alkoholfreie Getränke, wie heißer Apfel- und Holundersaftpunsch können genauso gut schmecken und ersparen uns am nächsten Tag sogar die Katerstimmung.

Quellen:

Deutsche Leberstiftung (Hrsg.): Dancygier, Wedemeyer, Cornberg, Zeuzem, Manns, Hoffmann, Wiebner: Das Leber-Buch, 3. Auflage
19. Deutscher Lebertag
Deutsche Leberhilfe e.V.
Deutsche Leberstiftung
Pharmazeutische Zeitung. Die Zeitschrift der Deutschen Apotheke
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Alkohol? Kenn dein Limit.
(Abrufdatum 14.11.2018)

Hautpflege Winter
Hautpflege im Winter

Das Jahr neigt sich wieder einmal dem Ende zu. Die Tage werden kürzer und vor allem werden sie kälter. Für unsere Haut sind die kalten Temperaturen eine Härteprobe. Sie wird zunehmend trockener und spröde. Meist kommen weitere Unannehmlichkeiten hinzu wie Spannungsgefühle, Juckreiz und rissige Stellen. Warum die Haut besonders im Winter trocken und spröde wird und wie man dem Austrocknen entgegenwirken kann, erfährst du hier.

Ursachen von trockener Haut im Winter

Bei den kalten Temperaturen draußen zieht es die Menschen häufiger ins Warme, entweder in die eigene geheizte Wohnung oder in die nächsten Cafés. Doch der ständige Wechsel zwischen trockener Heizungsluft und eisiger Kälte, setzt der Haut zu und trocknet sie aus. Durch die Trockenheit wird die Schutzschicht der Haut poröser und durchlässiger, sodass vermehrt Wasser austreten kann. Zudem ziehen sich bei Kälte die Blutgefäße zusammen, um die Wärme zu speichern. Hierbei wird die Haut schlechter durchblutet und somit auch mit weniger Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Hinzu kommt, dass die oberste Hautschicht sich dann nur noch sehr langsam erneuert, so dass die Haut empfänglicher für äußere Einflüsse, wie Pilze, Bakterien und Schadstoffe wird. Auch der Fettfilm wird dünner und durchlässiger, da bei der Kälte die Talgdrüsen weniger Talg produzieren und dieser sich auch nur langsamer verteilen kann. Es kann sogar dazu kommen, dass die Haut die Fettproduktion komplett einstellt, so dass die Feuchtigkeit auf der Hautoberfläche noch schneller verdunstet.

Natürlicher Hautschutz

Im Idealzustand enthält die oberste Hautschicht verschiedene Bestandteile, die die Haut vor äußeren Einflüssen schützen und Wasserverlust verhindern. Dazu zählen die Korneozyten. Das sind tote und verhornte Zellen, die fest miteinander verklebt sind und die Haut dadurch abdichten. Zudem verfügt die Haut über eigene natürliche Feuchthaltefaktoren, wie Milchsäure, Aminosäuren und Harnstoff, die das Wasser in der Haut binden. Hinzu kommt der eigene Fettfilm der Haut, der vor weiterem Feuchtigkeitsverlust schützt. Während der kalten Wintertage ist der natürliche Schutz jedoch geschwächt. Er kann aber durch die richtige Pflege unterstützt werden.

Hautpflege im Winter
Fetthaltige Creme

Eine fetthaltige Creme liefert der Haut einen Nachschub an Fett und vor allem Feuchtigkeit. Menschen, die zu besonders trockener Haut neigen, sollten sich mehrmals täglich eincremen. Hierbei darf ruhig zu einer fetthaltigeren Creme als im Sommer gegriffen werden.

Sanfte und seifenfreie Reinigung

Um der Haut keine weitere Feuchtigkeit zu entziehen, empfehlen sich sanfte Reinigungsprodukte, also keine Produkte wie Seifen, alkoholhaltiges Gesichtswasser oder Peelings. Das genutzte Reinigungsprodukt sollte dem pH-Wert der Haut (5,5) angepasst sein.

Raumklima

Eine höhere Luftfeuchtigkeit im Raum wirkt Trockenheit und Reizungen der Haut entgegen. Dazu empfiehlt sich regelmäßiges Stoßlüften und die Befeuchtung der Luft, zum Bespiel mit einem feuchten Handtuch oder Zimmerpflanzen.

Innere Faktoren

Die Haut lässt sich auch durch Innere Faktoren stärken. Ausreichend viel trinken versorgt die Haut mit zusätzlicher Feuchtigkeit. Auch durch eine ausgewogene Ernährung kann die Haut mit zusätzlichen Vitaminen und Feuchtigkeit genährt werden.

Was es zu vermeiden gilt: heißes Duschen

Allzu häufiges, langes und heißes Duschen strapaziert die Haut und trocknet diese aus. Nach dem Duschen sollte man sich auch nicht zu fest mit dem Handtuch abrubbeln, sondern besser abtupfen. Es empfiehlt sich außerdem die Haut nach dem Duschen direkt einzucremen, so dass der Fettfilm der Creme Feuchtigkeit speichern kann.

Lippenpflege im Winter

Die Lippen benötigen besondere Pflege, da sie durch die fehlenden Talg- und Schweißdrüsen nicht ausreichend Feuchtigkeit selbstständig produzieren können und zudem keinen schützenden Fettfilm besitzen. Bei so dünner Haut wie den Lippen fehlt außerdem die grobe Hornschicht, die zur Abdichtung der Haut zuständig ist. Das Resultat: Die Lippen werden schnell spröde. Ein pflegender Lippenbalsam oder Pflegestift kann den trockenen Lippen entgegenwirken.

Worauf man verzichten sollte ist das Ablecken der Lippen. Auch wenn das Anfeuchten der Lippen kurzfristige Linderung gegen Spannungsgefühle verschafft, so verschlechtert es langfristig den Zustand der Lippen. Denn wenn der Speichel schließlich verdunstet, wird zusätzliche Feuchtigkeit abgegeben und die Haut wird noch trockener als zuvor. Besonders bei kalten Temperaturen springen die Lippen so leicht auf.

Willst du mehr erfahren?

In unserem Aufbaumodul Trockene Haut erfährst du mehr zum Thema trockene Haut.

Quellen:

Arbeitsgemeinschaft ästhetische Dermatologie und Kosmetologie e. V. (ADK) (letzter Bearbeitungsstand 13.10.2017)
Online-Informationen der Apotheken Umschau (Abrufdatum 07.11.2018)
Online-Informationen der Apotheken Umschau (Abrufdatum 07.11.2018)
Deutsche Haut- und Allergiehilfe (Abrufdatum 12.11.2018)

Symbilbild lernende PTA oder PKA
Zwei Tipps für mehr Lernmotivation

In einen Gesundheitsberuf einzusteigen heißt, eine beachtliche Lernleistung hinzulegen. Das gilt auch für PTA und PKA. Wer die Abschlussprüfung besteht, hat nicht nur seine fachliche Grundfitness bewiesen, sondern auch gelernt, sich immer wieder zum Lernen zu motivieren.

Aber auch nach dem Berufseinstieg müssen Apothekenmitarbeiterinnen weiterlernen. Leitlinien, Gesetzesvorgaben, Rabattverträge, Apotheken-Technik, Arzneimittel – auf diesen Feldern tut sich immer wieder etwas. Das schlägt sich auch in der Zahl an Fortbildungen nieder. Woher aber die Motivation nehmen, sich trotz stressigem Arbeitsalltag und bei wenig finanziellen Anreizen damit zu befassen?

In diesem Artikel verraten wir dir, warum Lernen sich über den fachlichen Bereich hinaus für dich auszahlt und geben dir zwei Tipps, wie du auch im Arbeitsalltag die nötige Lernmotivation findest.

Fachwissen macht den Umgang mit Kunden leichter

Im besten Fall sind PTA und PKA nicht nur Verkäufer, sondern auch Gesundheitsberater. Hier ist natürlich Fachwissen gefragt, das beständig geupdatet und ausgebaut werden muss. Der Lernerfolg zeigt sich aber nicht nur bei der inhaltlichen Qualität der Kundenberatung.

Wissen verschafft Apothekenmitarbeiterinnen einen Kommunikationsvorsprung. Manche Kunden haben Probleme, die im Alltag mit einem Tabu belegt sind. Sie leiden beispielsweise an Potenzstörungen oder sind inkontinent. Ihnen fällt es dann sehr schwer, darüber zu reden. Eine PTA, die mit der Thematik vertraut ist, findet schneller und besser Worte, um dem Kunden das nötige Wissen zu seinem Leiden und der passenden Behandlung zu vermitteln. Dieses Wissen schützt auch davor, sich im Gespräch automatisch von der Scham des Anderen anstecken zu lassen.

Wer fachlich auf der Höhe ist, berät auch deshalb besser, weil er oder sie dadurch sicherer auftritt. Der Kunde bekommt das Gefühl, dass die Person auf der anderen Seite des HV-Tisches weiß, wovon sie redet. Er reagiert dann anders und im besten Fall entsteht so eine positive Feedbackschleife: Die Sicherheit der PTA, gibt dem Kunden ein gutes Gefühl, er reagiert positiver, wodurch die PTA wiederum darin bestätigt wird, alles richtig zu machen.

Lernen für die Arbeit zahlt sich noch im Rentenalter aus

Beim Lernen bilden sich neue Verknüpfungen im Gehirn. Das Denkorgan wird angeregt und dadurch gestärkt. Deshalb ist Bildung auch einer der Faktoren, die die sogenannte kognitive Reserve günstig beeinflussen. Mit „kognitiver Reserve“ sind die Fähigkeit des Gehirns, sich neu zu verdrahten, die Dichte der Hirnzellen aber auch die erlernten Fähigkeiten gemeint, die Menschen helfen, trotz alters- und krankheitsbedingtem geistigem Abbau lange gut zurecht zu kommen. Wer sein Leben lang geistig aktiv bleibt, ist also auch im Alter länger fit. Sich fortzubilden nützt einem daher auch noch im Rentenalter.

Lerntipp: Nicht von Wissenslücken entmutigen lassen

Viele Menschen sind entmutigt und frustriert, wenn sie merken, dass sie etwas nicht wissen. Dabei ist das Gefühl, nichts zu wissen, nicht unbedingt ein Zeichen für mangelnden Lernerfolg. Dieses Gefühl zeigt vielmehr an, dass man ein gewisses Level erreicht hat. Dieses erlaubt einem erst, sein Wissensfeld so weit zu überblicken, dass man die Grenzen seiner Kenntnisse erkennen kann. Sieh Wissenslücken deshalb als Ansporn und vergiss dabei nicht, dass auch kleine Lernerfolge Erfolge sind.

Lerntipp: Belohne dich!

Es gibt Menschen, die aus purem Interesse lernen. Viele Menschen aber lernen, weil sie sich davon etwas versprechen. Ein Unterschied zwischen ihnen ist, dass das Belohnungssystem bei Ersteren schon einfach dadurch aktiviert wird, dass sie etwas neues Spannendes verstanden haben. Wenn du nicht zu dieser Gruppe der sogenannten „intrinsisch Motivierten“ gehörst oder ein Thema dich einfach nicht reizt, dann macht das aber nichts. Du kannst deinem Belohnungssystem auch einfach auf die Sprünge helfen. Dafür setzt du dir ein realistisches Lernziel und belohnst dich, wenn du es erreichst.

Je nach Größe deines Ziels kann die Belohnung zum Beispiel so aussehen, dass du dir eine Tasse von deinem Lieblingstee machst, dir ein Stück Schokolade gönnst, du nach der Arbeit etwas tust, was dir Spaß macht, oder du dir etwas bestimmtes kaufst. Das kann beispielsweise ein Roman sein, den du schon länger lesen wolltest, oder ein neues Kleidungsstück. Entscheidend ist, dass du dir damit eine Freude machst und das Gefühl hast, es dir mit deiner Leistung auch verdient zu haben.

Übrigens…

Wir bei apothekia finden auch, dass Lernen belohnt und Lernleistungen gewertschätzt werden sollten. Deshalb haben wir unsere Online-Lernmodule auch so programmiert, dass ihr euren Lernerfolg nicht nur messen, sondern auch in Prämien verwandeln könnt.

Quellen

Maier, W et al.: Art. Kognitive Reservekapazität. In: Pschyrembel Online (Stand Februar 2018)

Wirtschaftspsycholgische Gesellschaft (Hg.): Intrinsische und extrinsische Motivation. Unter: wpgs.de

Mann mit Sodbrennen
Sodbrennen: „Dauerbrenner“ am HV-Tisch

Rund jeder fünfte Deutsche leidet zumindest gelegentlich unter Sodbrennen. Als einer der klassischen Auslöser gelten zu große, zu fettige Mahlzeiten. Die brennenden Schmerzen hinter dem Brustbein und im oberen Magen sind in erster Linie unangenehm und lassen sich gut behandeln. Doch so einfach, wie es scheint, ist es mit Sodbrennen nicht. Es ist ein Symptom mit sehr vielen möglichen Ursachen. Zugleich kann Sodbrennen selbst zur Krankheitsursache werden. In diesem Beitrag schauen wir uns daher genauer an, woher Sodbrennen kommt und bis zu welchem Punkt Selbstmedikation die passende Antwort auf das Volksleiden ist.

Magensaft – ätzend aber hilfreich

Vielen ist es vielleicht nicht bewusst, aber der menschliche Körper produziert jeden Tag stark ätzende Salzsäure. Als wichtiger Bestandteil des Magensaftes sorgt sie dafür, dass der pH-Wert im Magen im sauren Bereich bleibt. Während der pH-Wert bei nüchternem Magen bis auf 1 absinken kann, liegt er nach einer Mahlzeit in der Regel zwischen 2 und 4. Indem sie ein saures Milieu schafft, arbeitet die Magensäure für uns: Sie hilft auf mehrere Arten dabei, den zerkauten Speisebrei verdaulich zu machen. Zum einen werden Eiweiße in der Nahrung durch die Säure aufgespalten und sind so leichter verdaulich. Zum anderen kann die Säure Krankheitserreger, die auf schlecht gewaschenem Salat oder nicht durchgebratenem Fleisch sitzen, abtöten.

Für Menschen mit Sodbrennen wird Magensäure aber zum Problem. Die auch als „Refluxösophagitis“ bekannten Beschwerden entstehen, wenn die Magensäure an die falsche Stelle gelangt – nämlich in die Speiseröhre.

Ab wann wird aus dem Volksleiden eine Krankheit?

Zur Krankheit wird Sodbrennen dann, wenn sich die Speiseröhre durch den ständigen Kontakt mit der Magensäure entzündet. Krankheitswert hat auch Sodbrennen, das häufiger als zwei Mal pro Woche oder länger als zwei Wochen am Stück auftritt. In diesen Fällen ist nämlich die Schleimhaut der Speiseröhre akut gefährdet. Fachleute unterscheiden hier zwischen nicht-erosiver und erosiver Refluxösophagitis. „Nicht-erosiv“ bedeutet, dass trotz des Aufsteigens von Magensaft keine Entzündung vorliegt. Umgekehrt ist die Speiseröhre bei der erosiven Form entzündet. Wenn sie immer weiter gereizt wird, wird die Entzündung chronisch. Das ist deshalb schlecht, weil der Körper schließlich reagiert, indem er die normalen die Speiseröhre auskleidenden Zellen durch Darmschleimhaut ersetzt. Diese Veränderung bzw. Metaplasie lässt sich bei Untersuchungen mit dem Endoskop erkennen und ist als „Barett-Ösophagus“ bekannt. Schleimhautzellen, die sich stark verändern, sind deshalb ein Problem, weil sie sehr teilungsfreudig sind. Es besteht die Gefahr, dass sie zu Krebszellen entarten.

Aufsteigender Magensaft kann aber auch an anderen Stellen im Körper Schaden anrichten. Er kann die Lunge, den Hals und den Zahnschmelz angreifen. Asthma, Kehlkopfentzündungen und Zahnschäden können die Folge sein. Daher ist es ratsam, bei zu häufigem oder langandauernden Sodbrennen mit seinem Arzt zu sprechen.

Sodbrennen ist gut behandelbar

Meist kommt es zu Sodbrennen, weil der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre nicht richtig schließt. Das kann am Muskel selbst liegen, der zum Beispiel durch Nikotin, Östrogen, aber auch bestimmte Psychopharmaka an Kraft verliert. In anderen Fällen kann das Zwerchfell eine Fehlbildung aufweisen, die Schließmuskel und Magen bei ihrer Arbeit behindert. Bei manchen Übergewichtigen drückt das Fettgewebe aus dem Bauch von unten auf den Magen und presst den Magensaft förmlich nach oben. Kann der Arzt eine Ursache ausmachen, können auch die passenden Maßnahmen getroffen werden. Ziel der Therapie ist es, durch Schutz der Speiseröhre eine Entzündung zu verhindern oder ihr die Möglichkeit zu geben, abzuheilen.

Es kann ausreichen, Auslöser wie besonders fettige Speisen zu meiden und sein Essverhalten anzupassen. Statt großer Mahlzeiten werden dann zum Beispiel mehrere kleine eingenommen. Auch eine Gewichtsreduktion oder ein Rauchstopp können langfristig sinnvoll sein.

Mittel- und Langfristig helfen zudem Medikamente, die die Produktion von Magensäure drosseln. In weniger schweren Fällen sind dies H2-Rezeptorblocker. Stärker wirken sogenannte Protonenpumpenhemmer (PPI).

Kurzfristig hilft es, die Magensäure mit Antazida zu neutralisieren. Eine ebenfalls lokal und physikalisch wirksame Alternative hierzu sind Alginat-Präparate. Diese bilden bei der Einnahme eine Schicht aus Gelschaum auf dem Magensaft. Wenn dieser in Richtung Speiseröhre steigt, verhält sich die Gelschaum-Schicht wie ein schützender Deckel.

Zusammengefasst

Sodbrennen ist häufig, aber nicht immer harmlos. Wenn Magensäure nämlich zu oft aufwärts in die Speiseröhre fließt, kann sie dort und an den angrenzenden Körperstellen Schaden anrichten. Sobald die Beschwerden zum „Dauerbrenner“ werden, sollten Betroffene deshalb zum Arzt gehen. Obwohl es Mittel gibt, die kurzfristig helfen, sollten die Ursachen der Beschwerden erkannt und wenn möglich ebenfalls behandelt werden.

 

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