image Wirbel um die Dosierung der Pille Danach image Wenig rauchen ist nicht weniger schädlich

Das Ende des Rotwein-„Märchens“

Geringe Mengen Alkohol, wie das berühmte Glas Rotwein am Abend, sollen angeblich gut fürs Herz sein. Dies ist aber offenbar nur ein „Märchen“.

Lange Zeit wurde von vielen Stellen erzählt, dass geringe Mengen an Alkohol der Gesundheit zuträglich sein sollen. Ein Glas Rotwein am Abend solle nicht nur unschädlich für den Körper sein, sondern das Herz und die Gefäße sogar schützen.

Alkohol schützt nicht vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Eine neue Studie, die kürzlich beim Europäischen Kardiologenkongress in Rom vorgestellt wurde, konnte nun aber zeigen, dass dies ein Märchen ist. In der Studie wurden über 20 Jahre lang Gesundheitsdaten und der Lebensstil von 19.000 Teilnehmern beobachtet und ausgewertet.

Das Ergebnis: Teilnehmer mit niedrigem bis moderatem Alkoholkonsum hatten keinen positiven Effekt bei der Sterblichkeit durch Schlaganfall, Herzinfarkt oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Alkohol hat keinen Einfluss auf den Verlauf von Artherosklerosen

Eine zweite Studie untersuchte die Entwicklung von Artherosklerosen der Halsschlagader bei Patienten mit Typ-2 Diabetes, die sonst keinen Alkohol konsumierten. Der Diabetes der Teilnehmer war gut eingestellt und sie ernährten sich nach einer mediterranen Diät.

Im Rahmen der Studie bekamen sie zwei Jahre lang täglich 150 Mililiter Weiß- oder Rotwein – also das berühmte „ein Glas pro Tag“ (die Kontrollgruppe erhielt Mineralwasser). Mittels Ultraschall wurde zu Beginn und dann im Verlauf der Studie die Größe der Plaques in den Blutgefäßen der Teilnehmer gemessen. Weder in den Versuchsgruppen noch in der Krontrollgruppe kam es zu einer signifikanten Veränderung der Größe der Plaques. Die Autoren schlussfolgern, dass geringer Alkoholkonsum sich nicht positiv auf den Verlauf der Erkrankung auswirkte.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie