image Schützt Stillen vor Brustkrebs? image Das Ende des Rotwein-„Märchens“

Wirbel um die Dosierung der Pille Danach

Seit wenigen Tagen machen Neuigkeiten zur Anpassung der Dosierung der Pille Danach in bestimmten Fällen die Runde, die zum Teil für Verunsicherung gesorgt haben. Hier erfahrt ihr mehr.

Hintergrund

Anfang dieser Woche tauchten die ersten Meldungen zu diesem Thema auf. Hintergrund ist die Erkenntnis, dass in bestimmten Fällen die normale Dosis des Wirkstoffs Levonorgestrel von 1,5 mg zur Verhütung einer ungewollten Schwangerschaft nicht ausreichen kann. Betroffen sind Patientinnen, die Medikamente gegen Epilepsie, HIV, Pilzinfektionen und Tuberkulose sowie Präparate mit Johanniskraut einnehmen. Die Wirkstoffe dieser Produkte regen das Enzym CYP3A4 an. Damit kommt es zu einem verstärkten Abbau der Wirkstoffe Levonorgestrel und Ulipristalacetat, was wiederum die Wirksamkeit bei der Verhütung einer ungewollten Schwangerschaft reduziert.

Die britische Arzneimittelbehörde MHRA hat bereits Handlungsempfehlungen herausgegeben, wie in diesem Fällen verfahren werden sollte. Offenbar wird auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in absehbarer Zeit ebenfalls neue Handlungsempfehlungen herausgeben. Parallel sollen auch die Produktinformationen der betroffenen Präparate angepasst werden.

Was bedeutet das für den Apothekenalltag?

Da die entsprechenden Handlungsempfehlungen aktuell noch nicht offiziell vorliegen, herrscht aktuell teilweise Verunsicherung. Wie gehe ich mit einer solchen Patientin in der Apotheke um? Welche Empfehlung darf ich aussprechen?

Wir haben deswegen bei HRA Pharma, dem Hersteller von PiDaNa (Levonorgestrel) und ellaOne (Ulipristalacetat) nachgefragt und um eine Einschätzung der aktuellen Situation gebeten. In dem vorliegenden Infobrief könnt ihr eine Zusammenfassung der Hintergründe sowie Empfehlungen für den Umgang mit betroffenen Kundinnen in der Apotheke nachlesen.

Den Infobrief könnt ihr hier kostenlos herunterladen:
Pille Danach für Anwenderinnen von CYP3A4-Enzyminduktoren