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Warum Zeckenschutz jetzt wichtig ist

Symbolbild Insektenschutz

Wenn die Tage wärmer werden, zieht es uns ins Freie. Nach einem sonnigen Tag im Grünen kann es aber passieren, dass wir auf unserer Haut etwas entdecken, das dort nicht sein sollte: eine Zecke. Oft hat sich diese dann schon in der Haut festgebissen. Den Kopf mit dem Stichwerkzeug hat sie dabei in der Haut versenkt, um Blut zu trinken. In diesem Fall sollte sie möglichst schnell entfernt werden.

Zecken richtig ziehen

Zecken haben sich im Laufe der Evolution aufs Festbeißen spezialisiert. Ihr Mundwerkzeug weist deshalb viele kleine Widerhaken auf. Schließlich brauchen Zecken für jeden ihrer Entwicklungsschritte auf dem Weg zum erwachsenen Tier Blut als Booster. Die Mahlzeiten selbst dauern mehrere Tage, erst dann lässt die Zecke freiwillig los. So lange sollte aber nicht gewartet werden. Die Herausforderung besteht jetzt darin, die Zecke aus der Haut zu ziehen, ohne dass die Stichwerkzeuge stecken bleiben – und ohne dass die Zecke dazu gebracht wird, Krankheitserreger ins Blut abzugeben. Deshalb ist es wichtig, die Zecke möglichst nah am Kopf zu packen. Dafür eignen sich spezielle Zeckenzangen aus der Apotheke am besten. Auch sogenannte Zeckenkarten als Greifhilfen, die in jedes Portemonnaie passen, sind gute und praktische Werkzeuge. Damit nicht Teile der Zecke in der Stichwunde stecken bleiben, sollte die Zecke immer gezogen und nicht herausgedreht werden.

Zecken als Krankheitsüberträger

Zecken tragen Bakterien und Viren in sich. Manche davon können auch für den Menschen gefährlich werden. In Deutschland gibt es vor allem zwei Krankheiten, die so von Zecken übertragen werden: Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Borreliose
Foto Erythema migrans

Erythema migrans Quelle: Wikimedia Commons

Borreliose ist eine Bakterieninfektion. Die Krankheit lässt sich in frühen Stadien gut mit Antibiotika behandeln. Zu den Symptomen zählen unter anderen Fieber, Kopfschmerzen, aber auch Lähmungen und Herzrhythmusstörungen. Borreliose kann aber auch chronisch werden und zu schweren Gelenk- und Nervenproblemen führen. Die meisten Symptome zeigen sich erst Wochen und Monate nach dem Zeckenstich. In neun von zehn Fällen reagiert die Haut binnen weniger Tage oder Wochen, an der Stelle, wo die Zecke war. Es bildet sich das sogenannte Erythema migrans, eine sich kreisförmig ausbreitende Hautrötung. Als eindeutiges Warnzeichen ist dieses Symptom gut zu erkennen, weil es optisch an eine Zielscheibe erinnert. Die Stichstelle sollte deshalb beobachtet werden, wenn eine Zecke entfernt wird.

FSME

Weite Teile Europas und der Süden Deutschlands gelten als FSME-Risikogebiete. Zecken in diesen Landstrichen tragen nachweislich das FSME-Virus in sich. Viele Infizierte haben trotzdem Glück. Bei ihnen bricht die Krankheit nicht aus. Die anderen leiden kurz an grippeähnlichen Symptomen, bevor es im zweiten Stadium zu einer Gehirnentzündung kommt. Diese ist gefährlich und kann Langzeitschäden verursachen. Glücklicherweise gibt es eine FSME-Impfung. Mit ihr können sich besonders Menschen, die in Risikogebieten im Wald oder Garten arbeiten, vor der Krankheit schützen.
Das Robert Koch Institut stellt eine aktuelle Karte der FSME-Risikogebiete für Deutschland zur Verfügung.

Zeckenschutz

Vom Frühjahr bis zum späten Herbst warten Zecken im Unterholz auf die nächste Mahlzeit – also auf uns. Beim Picknicken, Wandern; Beerenpflücken oder Spazierengehen mit dem Hund, können wir uns aber schützen: Lange Kleidung macht es Zecken schwer, eine Stelle zum Festbeißen zu finden. Modisch fragwürdig, aber effektiv ist es auch, die Socken über die Hosenbeine zu ziehen, wenn man querfeldein geht. Insektenschutzmittel verdirbt Zecken zusätzlich für einige Stunden den Appetit. Trotzdem ist es wichtig, nach dem Ausflug ins Grüne noch einmal genau nachzuschauen, ob nicht irgendwo eine Zecke sitzt. Das Risiko sich durch ihren Stich anzustecken, kann nämlich minimiert werden, wenn sie in den ersten Stunden auf die richtige Art entfernt wird.

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In unserem 🎓 Modul Insektenstiche erfährst du, mehr über den Schutz und die Behandlung von Insektenstichen.