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Symbolbild Darmkrebsvorsorge
Mit gesundem Darmgefühl zur Vorsorge?

2020 steht der Monat März bereits zum 19. Mal im Zeichen der Darmkrebsvorsorge. Auch Apotheken können aktiv werden, etwa indem sie Betroffene ermutigen, mit ihren Angehörigen über das Thema zu sprechen und zur Vorsorge zu gehen.

Etwa 60.000 Menschen in Deutschland erkranken jährlich an Darmkrebs. Viele Erkrankte sind noch topfit und beschwerdefrei. Das liegt daran, dass sich die Symptome bei Darmkrebs erst spät, meistens zu spät, zeigen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen aus diesem Grund bei Personen ab dem 50. Lebensjahr die Kosten für einen Stuhltest und die Tastuntersuchung im Rahmen der Krebsfrüherkennung. Findet der Test nicht-sichtbares Blut im Stuhl, zahlen sie eine Darmspiegelung deutlich früher. Das gilt auch bei familiärer Vorbelastung und Verdachtsfällen. Aber welche Faktoren begünstigen Darmkrebs? Und welche Rolle spielt die Ernährung dabei? Im folgenden Artikel erfährst du mehr darüber.

Es gibt kein zu jung für Darmkrebs

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko einer Darmkrebserkrankung. Im Rahmen der Krebsfrüherkennung haben alle gesetzlich Versicherten im Alter zwischen 50 und 54 Jahren Anspruch auf einen jährlichen Stuhltest. Da Männer früher und häufiger erkranken, bekommen sie die Darmspiegelung von ihrer Krankenkasse bereits ab 50 Jahren. Bei Frauen trägt die Kasse die Kosten erst ab 55 Jahren. Zur Erinnerung an die Vorsorgeuntersuchung erhalten gesetzlich Versicherte in der Regel zum 50. Geburtstag einen Brief ihrer Krankenkasse. Dann alle 5 Jahre, bis einschließlich zum 65. Lebensjahr. Statistiken belegen aber: die Erkrankung kann in jedem Alter auftreten. Wenn in der Familie bereits Darmkrebserkrankungen bekannt sind oder Symptome wie Blut im Stuhl, anhaltende Verdauungsbeschwerden oder Bauchkrämpfe vorliegen, sollte früher mit der Vorsorge begonnen werden.

Früherkennung mittels Stuhltest

Im Apothekenalltag fragen Kunden gelegentlich nach einem Stuhltest. Der Test auf okkultes Blut im Stuhl ist vor allem bei Hausärzten, Gynäkologen, Urologen oder beim Internisten möglich. Mit einem sogenannten immunologischen Stuhltest (iFOBT)werden auch kleinste Blutmengen im Stuhl nachgewiesen. Ziel ist es, möglich viele Vorstufen von Darmkrebs zu erkennen und gleichzeitig die Zahl der Fehlalarme gering zu halten.

Kleine und große Hafenrundfahrt

Unter „Hafenrundfahrt“ ist im Medizinerjargon keine Schifffahrt gemeint, sondern die digital-rektale Untersuchung. Vielen Patienten und auch Ärzten ist diese Untersuchung unangenehm. Sie sind aber gerade in Verdachtsfällen sowie zur Vorsorge unbedingt erforderlich.

Bei der Darmspiegelung wird zwischen der „kleinen“ Darmspiegelung (Sigmoidoskopie) und der „großen“ Darmspiegelung (Koloskopie) unterschieden. Die Darmspiegelung gilt derzeit als die zuverlässigste Methode zur Früherkennung von Darmkrebs. Werden dabei Darmpolypen, also gutartige Wucherungen der Darmschleimhaut, gefunden, sollten diese entfernt werden, da sie sich zu Krebs entwickeln könnten. Damit ist die Koloskopie nicht nur eine Untersuchung zur frühen Erkennung, sondern sie kann auch die Entstehung von Darmkrebs in Vorstufen unterbinden.

Richtige Ernährung kann vor Darmkrebs schützen

Zwischen Arbeitsstress und Familienaufgaben bleibt für gesunde Ernährung oft wenig Zeit. Wer aber nicht darauf achtet, tut sich langfristig keinen Gefallen, denn eine ausgewogene und ballaststoffreiche Kost kann auch das Darmkrebsrisiko senken. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen 30 g Ballaststoffe täglich. Das lässt sich zum Beispiel mit einer Portion Müsli, drei Scheiben Vollkornbrot, 2-3 Kartoffeln, zwei Möhren, zwei Kohlrabi, einem Apfel und einer Portion Roter Grütze erreichen. Außerdem sollte rotes und verarbeitetes Fleisch (wie etwa Wurst) nicht jeden Tag auf dem Speiseplan stehen. Die Basis einer gesunden Diät besteht aus ausreichend Flüssigkeit, Obst und Gemüse.

Wenn es um das Krebsrisiko geht, ist eine gemischte und abwechslungsreiche Ernährung ein ebenso entscheidender Lebensstilfaktor wie regelmäßige Bewegung. Eine Einschränkung des Alkoholkonsums und Nikotinverzicht sind ebenfalls empfehlenswert. Mit entsprechenden Beratungstipps und Produktempfehlungen können PTA im HV dazu beitragen, dass die Lebensqualität ihrer Kunden durch eine – oft nur kleine – Umstellung der Ernährung oder Lebensgewohnheiten gesteigert wird.

Zusammengefasst

Es gibt viele Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, aber der Darmkrebs ist die wohl tückischste, da Symptome häufig sehr lange ausbleiben. Aus diesem Grund sollten Risikopatienten, und alle Über-50-Jährigen, das kostenlose Angebot zur Vorsorgeuntersuchung nutzen. Um Darmkrebserkrankungen vorzubeugen, ist ein gesunder Lebensstil äußert wichtig. Hier ist die Apotheke ein wichtiger Ansprechpartner, wo neben Fachwissen, die Informationsweitergabe und Beratung im HV eine große Rolle spielt. Bei apothekia® erhältst du zu ausgewählten Themen regelmäßig Anregungen und Hinweise für ein gelungenes Beratungsgespräch.

Willst du mehr wissen?

Die Grundlagen zu einer gesunden Ernährung vermitteln wir dir in unserem Grundmodul Ernährung.

Quellen

o. A.: Weil früher besser ist – die wichtigsten Fakten zur Darmkrebs-Vorsorge. Bundesministerium für Gesundheit (BMG), 01.Juli 2019 (Stand 11.03.2020)

o. A.: Darmkrebs: Risikofaktoren und Vorbeugung. Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), 21.Januar 2019 (Stand 11.03.2020)

valentinstag2020
Valentinstag – Last-Minute-Ideen für die Apotheke

Es ist mal wieder soweit. Am 14. Februar ist Valentinstag und überall wird mit Angeboten und Geschenkideen für die Liebsten geworben. Und wie alle Jahre stehen wir vor einem von zwei Problemen: Entweder uns fehlt noch ein Valentinstags-Date oder die bestehende Liebe ist bereits etwas eingeschlafen und es fehlt die Leidenschaft. Statistiken belegen aber, dass es vielen am Valentinstag hauptsächlich um Sex geht. Diesen also gleich „Sex-Tag“ zu nennen, hätte Vorteile – in der Partnerschaft wie im Bekanntenkreis.

Vor allem, weil der 14. Februar im Kalender vieler englischsprachiger Länder nicht nur für den Valentinstag, sondern seit den späten 1980er Jahren auch für den nationalen Tag des Kondoms (engl. National Condom Day) steht.

Am Valentinstag machen Blumenläden vermutlich den besten Umsatz des Jahres. Aber wie stehts in deiner Apotheke? Wird dieser Tag genutzt, um Last-Minute-Geschenke an den Mann oder die Frau zu bringen? Wie handhaben das die Kollegen? Nutzt ihr den Valentinstag für besondere Aktionen? Oder ist er ein Tag wie jeder andere?

Im Apothekenalltag total vergessen und noch keine Aktion im Team geplant? – Kein Thema! Hier kommen ein paar schnelle Tipps, um den „Tag der Liebe“ für die Kunden und für deine Kollegen attraktiv zu gestalten:

Gehwegstopper

Eine einfache Möglichkeit, auf Valentinstags-Angebote aufmerksam zu machen, ist ein Plakat im Gehwegstopper – besser noch, daran befestigte Herzluftballons, die zeigen, dass in eurer Apotheke spezielle Artikel zum Valentinstag warten.

Schaufensterdeko

Es kann schon wirkungsvoll sein, innerhalb der alltäglichen Schaufensterdeko kleine zusätzliche Akzente zu setzen, wie Luftballons, Streuherzen oder Rosenblätter. Diese können nach der Aktion auch genauso leicht wieder aus dem Schaufenster entfernt werden, ohne alles neugestalten zu müssen.

Aktionsflächen gestalten

Ein weiterer einfach umzusetzender Tipp ist die Gestaltung einer Aktionsfläche. Diese sollte im direkten Sichtbereich des Kunden liegen und auffällig gestaltet sein. Auch hier können kleine Dekoartikel wie Luftballons oder Rosen helfen, die Aufmerksamkeit darauf zu lenken. Steht kein spezieller Platz zur Verfügung, können auch die Schaukästen direkt am HV-Tisch genutzt werden. Für eilige Kunden können dort schon fertig verpackte Geschenksets platziert werden.

Wellness verschenken

Die Klassiker zum Valentinstag sind Kosmetikprodukte. Auch Massage- oder Aromaöle eignen sich, um ein bisschen Wellness zu verschenken. Eine gute Möglichkeit sind auch Tees, Säfte, Badesalze oder Wohlfühlbäder. Den sportlich aktiven Kunden kann die Apotheke Vitamine oder Nahrungsergänzungsmittel anbieten. Für ältere Kunden eignen sich auch Einreibungen. Genauso ist es eine schöne und leicht umsetzbare Idee, aktiv Geschenkgutscheine zum Valentinstag anzubieten.

Rabattaktionen

Viele Kosmetikhersteller werben zur Valentinswoche mit bestimmten Rabattaktionen. Diese können mit ausgedruckten Aktionsschildern am jeweiligen Regal oder dem HV-Tisch in den Vordergrund gerückt werden. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, eigene, individuelle Rabatte zu gewähren. Auf diese Weise können Kosmetikserien, die sich eher langsam verkaufen, eine neue Chance bekommen. Es lohnt sich auch, die sozialen Medien zu nutzen, um Kunden mit dieser Aktion zu erreichen, die nicht direkt vor Ort sind.

Geschenke zum Valentinstag für den Apothekenkunden

Kleine Geschenke zur Kundenbindung sind gang und gäbe. Am Valentinstag, der gleichzeitig auch der offizielle Tag des Kondoms ist, können es passende Goodies sein: Einzelne Rosen, kleine Säfte, hochwertige Kosmetikproben oder eben auch einmal ein Verhüterli* – wenn ihr euch traut.

Abschließend

Egal wo – die Botschaft des 14. Februar bleibt länderübergreifend gleich, ganz egal wie wir den Tag nennen. Auch kurzfristig können in der Apotheke noch Aktionen für den „Tag der Liebe“ realisiert werden, in Form von Dekoration, Rabatten und kleinen Aufmerksamkeiten. In diesem Beitrag haben wir euch einige Möglichkeiten vorgestellt. In diesem Sinne: Schenkt euch Liebe und habt Spaß miteinander. Schönen Valentinstag!

 

*In eigener Sache

apothekia® traut sich dieses Jahr und verlost zum 14. Februar exklusive „einhorn“ Kondome – Macht mit!

 

Quellen

Löwe. C.: Nationaler Kondom-Tag am 14. Februar: DAS sind die beklopptesten Kondom-Meldungen aller Zeiten. MM New Media GmbH, 2017 (Stand 13.02.2020)

o.A.: Zum Nationaltag des Kondoms. Zehn kuriose Fakten über Kondome. HAMBURG ZWEI. (Stand 13.02.2020)

Joggerin mit gut sichtbarem Bauchnabel-Piercing, Symbolbild: Internationaler Tag des Körperpiercings
Internationaler Tag des Körperpiercings – Das Piercing in der Apotheke

Am 28. Juni ist Internationaler Tag des Körperpiercings. Dieser Tag ist allen Piercern, Gepiercten und Piercings als solchen gewidmet. Er wurde 2011 von der amerikanischen Piercer-Community ins Leben gerufen. Das Datum wurde gewählt, weil es der Geburtstag des Piercing-Pioniers Tim Ward ist, der Ende der Siebzigerjahre das erste professionelle Piercingstudio eröffnete. Ein Piercing konnte damals noch den Unterschied zwischen Bürger und Rebell ausmachen. Heute ist das anders.
So fanden Psychologen der Universität Leipzig in einer Studie heraus, dass in Deutschland rund ein Drittel aller Frauen zwischen 14 und 34 Jahren und 14,4 % aller Männer in der selben Altersgruppe gepierct sind. Das Piercing ist, genau wie das Tattoo, keine Randerscheinung mehr, sondern hat seinen Platz mitten in der Gesellschaft gefunden. Entsprechend ist es schon lange kein Akt der Rebellion mehr, sich mehr nur die Ohrläppchen stechen zu lassen. In einer Umfrage unter Schülern und Studierenden gaben die meisten Gepiercten an, sich aus ästhetischen Gründen für diese Art der Körpermodifikation entschieden zu haben. Ein guter Teil der Menschen findet Piercings heute also einfach hübsch. Früher oder später finden sich Piercings deshalb auch auf der einen oder anderen Seite des HV-Tisches.

Piercings bei Apothekenkunden

Nachdem ein Piercing im Studio gestochen wurde, bleibt der jeweilige Piercer auch bei Fragen und Problemen der Ansprechpartner Nummer eins. Frisch Gepiercte erhalten von ihm oft neben der Anleitung zur Nachsorge auch einen kleinen Vorrat an Pflegemitteln. Brauchen sie Nachschub oder anderes Pflegezubehör, kann es aber gut sein, dass sie sich an die nächste Apotheke wenden.
Der Stichkanal selbst ist im Prinzip nichts anderes als eine kleine Verletzung und muss im Grunde auch so versorgt werden. Hier finden sich in der Apotheke unterschiedliche Produkte. Es gibt bei frischen Piercings aber Besonderheiten: Anders als eine kleine Schürfwunde, die nach maximal zwei Wochen verheilt ist, ist die Heilungsdauer bei Piercings mit mehreren Wochen bis Monaten recht lang.

Ein frisches Piercing pflegen

Eine weitere Besonderheit bei frischen Piercings ist, dass es ein bis zwei offene Stellen an der Oberfläche gibt, die eigentliche Verletzung aber im Gewebe liegt. Salben sind deshalb nicht die richtige Darreichungsform. Der Verband professioneller Piercer (VPP) rät von Wund- und Heilsalbe zur Behandlung ab und empfiehlt, zudem die gepiercte Stelle in der Heilungsphase nicht mit Pflegeprodukten wie Cremes oder Peelings in Berührung zu bringen. Stattdessen empfiehlt der VPP eine sanfte Behandlung des frischen Piercings mit Kochsalzlösung oder Kamillenkonzentrat.
Octenidin-Spray ist, weil es knorpeltoxisch wirkt, nicht für Knorpelpiercings an den Ohren oder der Nase geeignet. Weil es zudem austrocknend wirkt, sollte es auch nur an unempfindlicheren Stellen an der Hautoberfläche angewendet werden. Völlig ungeeignet sind laut VVP-Empfehlung bei unauffällig abheilenden Piercings Tyrothricin-Gel, Jodsalbe sowie Wasserstoffperoxid.

Nicht alle Piercings heilen gleich schnell

Wie lange das Piercing behandelt werden muss, hängt davon ab, welche Körperstelle gepierct wurde. Piercings durch weiches Gewebe oder an Schleimhäuten heilen schneller als Piercings durch Knorpel oder an Stellen, wo immer wieder Spannung oder Druck auf die Haut ausgeübt wird. Die beliebten Bauchnabelpiercings zum Beispiel brauchen etwa sechs bis acht Monate zum Abheilen.

Piercings bei PTA ?

Im Netz wird immer wieder gefragt, ob es ein Problem sei, mit modifiziertem Körper einen Job in der Apotheke zu bekommen. Weil es bei PTA um Kundenkontakt und Vertrauen geht und viele ältere Kunden kommen, können sichtbare Modifikationen wie Piercings im Gesicht Schwierigkeiten bereiten. Ob dieser Fall aber wirklich eintritt, hängt vom jeweiligen Arbeitgeber ab.

Du willst mehr wissen?

In unserem Grundmodul Wundbehandlung erfährst du, was im Körper passiert, wenn kleine und größere Hautverletzungen abheilen.

Quellen
Verband professioneller Piercer: Die richtige Pflege, unter: www.vpp-piercing.de
Appel, A; Hofmeister, D et al. : Körperbild und Körperschmuck. Psychotherapeut. 60(6), Oktober 2015, S. 1-6, DOI: 10.1007/s00278-015-0062-3

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