image Terzolin® image LETIAT4 Intensivcreme

Hilfe bei Reizdarm

Reizdarm

Jeder Mensch hat gelegentlich Darmbeschwerden. Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall dürften den meisten nicht unbekannt sein. Häufig treten die Probleme auf, wenn wir etwas „Falsches“ essen oder an einer Magen-Darm-Grippe erkranken. In der Regel verschwinden die Probleme so plötzlich wie sie aufgetreten sind.

Personen mit Reizdarm haben dagegen wesentlich öfter und länger mit Darmproblemen zu tun. Bei einer Reizdarmerkrankung halten die Beschwerden häufig länger als 3 Wochen an und können somit den Alltag bestimmen. Denn bei langanhaltenden Beschwerden kann sich das dauerhaft auf die Lebensweise der Person auswirken. Alltägliche Dinge wie Restaurantbesuche werden vermieden, da die Beschwerden an öffentlichen Orten als unangenehm empfunden werden. Auf Reisen können sich die Probleme sogar verstärken und den Urlaub vermiesen. In fernen Ländern unterscheiden sich die lokalen Ernährungsgewohnheiten sehr stark von unseren, was Magen und Darm zusätzlich belasten kann. Zudem stehen die Betroffenen häufig allein mit ihren Problemen dar, weil sie sich schämen, über Beschwerden wie Blähungen und Verstopfungen zu sprechen.

Diagnose Reizdarm

Die Ursachen einer Reizdarmerkrankung sind bisher nicht genau geklärt. Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass bei Reizdarmpatienten die Darmbewegungen gestört sind. Zudem ist die Darmschleimhaut besonders empfindlich gegenüber Reizungen. Die Patienten reagieren außerdem empfindlicher auf Schmerzen, da die Schmerzschwelle im Darm im Vergleich niedriger ist.

Menschen, die unter einem Reizdarm leiden, können von vielen unterschiedlichen Symptomen geplagt werden. Häufig treten in Folge der Reizdarmerkrankung Beschwerden wie Bauchschmerzen, Stuhlunregelmäßigkeiten mit Verstopfung oder Durchfall, Blähungen und Völlegefühl auf. Der Schweregrad der Beschwerden kann dabei von Person zu Person unterschiedlich ausfallen.

Tipps gegen Reizdarmbeschwerden

Ein Reizdarm ist in der Regel nicht heilbar. Wir können den Darm allerdings durch bestimmte Verhaltensweisen unterstützen. Mit einer ausgeglichenen Lebensweise und einer gesunden Ernährung kann bereits viel für den Darm getan werden, damit dieser sich wohl fühlt.

Entspannungstechniken

Da der Darm sensibel darauf reagiert, wie wir uns gerade fühlen, sollten wir Stress so gut es geht vermeiden. Sind wir gestresst, kann sich das nämlich auf unseren Darm auswirken. So können häufig Entspannungstechniken wie Yoga-Übungen helfen, Stress zu bewältigen und das innere Gleichgewicht zu finden. Das wirkt sich auch positiv auf den Darm aus.

Gesundes und ausgewogenes Essen

Entscheidend für unsere Darmfunktion ist auch was und wie viel wir essen. Für eine gute Funktion des Darms eignen sich besonders naturbelassene Lebensmittel wie Obst und Gemüse. Nahrungsmittel, die nicht vertragen werden, sollten vermieden werden. Darüber hinaus ist eine Ballaststoffreiche Kost wichtig. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine Menge von mindestens 30 g Ballaststoffe pro Tag. Hierbei sollte die empfohlene Menge beachtet werden, da bei vermehrter Aufnahme von Ballaststoffen der Darm überfordert werden kann und Blähungen entstehen können.

Es wird empfohlen, die tägliche Menge an Ballastoffen langsam zu steigern und nach eigenem Empfinden anzupassen. Gut geeignet für eine ballaststoffreiche Ernährung sind Haferflocken, Leinsamen oder Flohsamen, da sie die Gleitfähigkeit des Stuhls erhöhen.

Bewusstes Essen

Doch nicht nur was wir essen, sondern auch wie wir essen ist entscheidend für eine gute Darmfunktion. Indem wir bewusst essen, kann vieles für den Darm getan werden. Die Nahrung sollte deshalb langsam und in Ruhe gegessen werden. Ebenfalls sollte das Essen gut gekaut werden. Dazu empfiehlt es sich, das Essen bis zu 30-mal zu kauen ehe es runtergeschluckt wird. Die Nahrung wird bereits im Mund vorverdaut und kann somit die nachfolgenden Stationen Magen und Dünndarm entlasten.

Viel Trinken

Für eine gute Darmfunktion benötigt unser Körper viel Flüssigkeit. Fehlt dem Darminhalt Flüssigkeit, bewegt er sich zu langsam vorwärts und es kann zu Verdauungsproblemen wie beispielsweise Verstopfungen kommen kann. Wir sollten daher 2 Liter Wasser oder Tee am Tag trinken.

Viel Bewegung

Darüber hinaus beeinträchtigt zu wenig Bewegung die Darmfunktion. Sportarten, die die Bauchmuskeln trainieren wie zum Beispiel Wandern, Schwimmen oder Radfahren bringen unseren Darm dagegen in Schwung.

Wir finden Magen und Darm hoch spannend. Du auch? Schau doch mal bei unseren Modulen zum ThemaGrundmodul Magen-Darm und  Aufbaumodul Reizdarm vorbei.

Quellen

Presseinformation der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.: Ballaststoffe – kein überflüssiger Ballast (2008)

Berufsverband Deutscher Internisten e.V. (Hg.): Was ist ein Reizdarm? , Abrufdatum 26.03.2019

Iberogast_teaser