Posts Tagged : Heuschnupfen

Vividrin®

Immer mehr Menschen sind von Allergien betroffen. Dabei sind die Frühlingsmonate insbesondere für Menschen, die unter Heuschnupfen leiden besonders belastend, denn dann beginnt der Pollenflug. Aber auch während des restlichen Jahres machen Allergien gegen Hausstaubmilben oder Tierhaare vielen Betroffenen das Leben schwer. Da Allergien die Lebensqualität stark einschränken können, suchen viele deswegen Hilfe in der Apotheke.

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Im blankProduktmodul Vividrin® stellen wir dir die verschiedenen Allergieprodukte von Vividrin® vor. Mit Vividrin® steht dir eine breite Palette von Produkten zur Verfügung, mit denen du den individuellen Bedarf deiner von Allergien betroffenen Kunden ansprechen kannst.

Medizinwissen als Basis

Damit dein Produktwissen auf einer soliden Basis steht, kannst du dich bei uns auch zu den Themen Allergien und Heuschnupfen fortbilden. Dieses Wissen findest du im blank Grundmodul Allergien und dem blank Aufbaumodul Heuschnupfen.

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Heuschnupfen
Neue Erkenntnisse bei der Heuschnupfentherapie

Die Temperaturen werden allmählich wieder zweistellig und lassen auf den Frühling hoffen. Doch mit dem warmen Wetter kommt auch die Pollenzeit, die Allergikern wie jedes Jahr zu schaffen macht. Ein großer Teil leidet zu dieser Zeit unter Heuschnupfen mit seinen typischen Symptomen wie Niesen, Schnupfen und Augenjucken. Die lästigen Beschwerden lassen sich mit verschiedenen Medikamenten kurzzeitig lindern, eine dauerhafte Verbesserung erzielt allerdings nur eine spezifische Immuntherapie (SIT). Was genau bei dieser Therapie in unserem Körper passiert, war bislang nicht eindeutig. Ein Forschungsteam der Technischen Universität München ist dieser Frage auf den Grund gegangen. Dazu wurden 32 Menschen mit Heuschnupfen mit einer spezifischen Immuntherapie behandelt und während der Behandlungszeit von 3 Jahren beobachtet.

Spezifische Immuntherapie

Die Behandlung mit der spezifischen Immuntherapie ist bei vielen bekannt. Das Immunsystem wird mit dem Allergen konfrontiert, auf welches es mit den typischen Beschwerden reagiert. Häufig werden die Allergene (Pollen) mit Spritzen in den Körper injiziert. Am Anfang der Behandlung wird erst eine geringe Dosis des Allergens in den Körper gegeben. Diese wird dann nach und nach erhöht bis eine sogenannte Erhaltungsdosis erreicht ist. Anschließend wird drei Jahre lang die Erhaltungsdosis in den Körper gegeben. Der Körper soll sich so langsam an die Allergene gewöhnen und lernen, diese zu tolerieren. Ziel ist es, dass der Körper seine abwehrenden Reaktionen gegen die Allergene dauerhaft unterbindet.

Was passiert während der Immuntherapie in unserem Körper?

Bisher wurde sich in der Allergieforschung vermehrt auf die Rolle verschiedener T-Zellen konzentriert und weniger auf die Rolle der B-Zellen. T-Zellen und B-Zellen dienen jeweils der Immunabwehr.Das Forschungsteam ist der Überzeugung, dass die regulatorischen B-Zellen, die bisher in der Allergieforschung kaum beachtet wurden, eine wichtigere Rolle spielen als bisher angenommen.

Während einer Immuntherapie ändert sich das Verhältnis von pro allergischen und regulatorischen T-Zellen und regulatorischen B-Zellen laufend. Je nachdem wie stark der Pollenflug ausfiel, waren in der Studie entweder die B-Zellen oder die T-Zellen bei den Testpersonen stärker vertreten. Wenn früh in der Immuntherapie viele regulatorische B-Zellen und wenige T-Zellen nachgewiesen wurden, konnten nach der dreijährigen Therapie deutlich weniger Allergiesymptome festgestellt werden. Somit kann sich schon frühzeitig in der Immuntherapie bestimmen lassen, bei welchen Patienten die Behandlung eine Aussicht auf Erfolg haben wird.

Bislang brechen noch viele Menschen die Behandlung ab, weil sie zeitaufwendig ist und sich viele keine Besserung versprechen. Bei einem frühzeitig positiven Ergebnis würde sich das Durchhalten jedoch lohnen und den Betroffenen ein konkretes Ziel vor Augen führen. Sollte die Behandlung anschlagen, werden zudem nicht nur die Symptome gelindert, sondern ein Fortschreiten der Erkrankung hin zum Asthma oder zu neuen Allergien, kann möglicherweise ebenfalls verhindert werden.

Willst du mehr wissen?

Im blankGrundmodul Allergie und dem blankAufbaumodul Heuschnupfen lernst du die wichtigsten Dinge über Allergien und Heuschnupfen kennen.

Quellen

Pressemitteilung der Technischen Universität München: Testzeit Erfolgsaussichten von Heuschnupfen-Therapien (18.10.2018)

Zissler, U.M et al.: Early IL-10 producing B-cells and coinciding Th/Tr17 shifts during three year grass-pollen AIT. EBioMedicine, 36 / 2018, S. 475-488. (Stand 11.10.2018)

Symbolbild Schleim für den apothekia-Magazin-Beitrag zu Schleim und seiner Funktion
Warum Schleim nicht schlecht ist

Schleim ist besser als sein Ruf. Neben der Haut mit ihrer verhornten Dermis bildet er eine wichtige Schutzbarriere des Körpers. Als Schutzfilm auf den Schleimhäuten schützt er Atemwege, Verdauungstrakt und die Fortpflanzungsorgane. Dennoch ist Schleim noch unbeliebter als vergleichbare Flüssigkeiten wie Speichel oder Tränen. Meist bemerken wir ihn nämlich erst, wenn er seine Konsistenz ändert und aufhört, unauffällige Arbeit im Hintergrund zu leisten. In der Erkältungs- und Allergiesaison verwandelt sich Schleim in einen Hauptdarsteller. Wer wieder frei atmen will, versucht einerseits seine Schleimhäute zum Abschwellen zu bewegen und andererseits den überschüssigen Schleim loszuwerden. Aber wo liegt der Unterschied zwischen gesundem und ungesundem Schleim?

Gesunder Schleim

Schleim wird von spezialisierten Zellen in der obersten Schleimhautschicht produziert. Er besteht aus Wasser, unterschiedlichen Proteinen, Lipiden und Elektrolyten. Seine Gel-Konsistenz verdankt er den Muzinen. Das sind Glykoproteine, von denen einige große Mengen Wasser binden. Die langen, schweren Proteinketten bilden ein Netz, das sich quasi vollsaugt. Die Maschen dieses Netzes sind so groß, dass sie Gase und Nährstoffe hindurchlassen, die darunterliegende Membran aber vor schädlichen Mikroorganismen geschützt wird. Zusätzlich finden sich im Schleim Abwehrstoffe gegen Krankheitserreger, sogenannte Defensive, sowie Antikörper. Unter der Schleimhaut selbst befindet sich ein zusätzlicher Abwehrmechanismus in Form von lymphatischem Gewebe mit zahlreichen Immunzellen.

In den Atemwegen bilden Schleim und das Flimmerepithel mit seinen mikroskopisch kleinen, schlagenden Härchen ein Team: Staub, Pollen und Krankheitserreger werden im Schleim gebunden und durch die Schlagbewegung der Flimmerhärchen in Richtung Rachen abtransportiert wie Festivalbesucher beim Crowdsurfing. Der abtransportierte Schleim wird dann entweder verschluckt oder ausgehustet. Was darin gebunden ist, gelangt dann entweder wieder dahin, wo es herkam, oder wird in der Magensäure neutralisiert. Das funktioniert allerdings nur, weil gesunder Schleim auch sehr flüssiger Schleim ist.

Wann wird Schleim ungesund?

Viren sind klein genug, um das Netz aus Schleim in den Atemwegen zu durchdringen. Manchmal kommt es auch vor, dass die Schleimhäute, insbesondere bei niedriger Luftfeuchtigkeit, einfach austrocken und nicht mehr zuverlässig vor Infektionen schützen. Oder aber Allergien triggern eine überschießende Abwehrreaktion, zu der auch eine übermäßige Schleimproduktion gehört. In all diesen Fällen wird Schleim zum Problem. Das liegt auch daran, dass er aufhört flüssig zu sein. Er enthält weniger Wasser, wodurch das Muzin-Netz engere Maschen aufweist. Darin werden Erreger und Allergene zwar besser gebunden, der Abtransport aber erschwert.

Warum ändert Schleim die Farbe?

Wenn sich im Schleim dann vermehrt abgestorbene Abwehrzellen finden, verändert er die Farbe: Er wird gelb. Manche Immunzellen produzieren das Enzym Myeloperoxidase. Schleim, der viel davon enthält, ist grün. Verfärbter Schleim zeigt so an, dass das Immunsystem hart daran arbeitet, einen Infekt in den Schleimhäuten unter Kontrolle zu bekommen. Anders als oft behauptet, lässt das aber keine Rückschlüsse auf die Art der Krankheitserreger zu. Andere natürlich vorkommende Schleimfarben sind rosa, braun und schwarz. Rosa und braun weisen auf Blutungen der Schleimhaut hin. Schwarz wird Schleim durch Rußpartikel oder -in seltenen Fällen- durch Pilzerkrankungen. (Zu diesem Thema hat die amerikanische Cleveland Clinic ein interaktives „Schleimometer“ veröffentlicht – Link auf Englisch )

Nützlicher Fremdschleim

Körpereigener Schleim erfüllt eine wichtige Funktion. Pflanzliche und synthetisch hergestellte Schleime sind als Werkstoffe und Bestandteile von Arzneimitteln ebenfalls nützlich – auch bei Erkältungen. So legen sich die Schleimstoffe aus Isländisch Moos, Eibisch oder Lindenblüten reizlindernd auf wunde Hälse. Hohen Unterhaltungswert hingegen besitzt Spielzeugschleim. Das bereitet nicht nur Grundschülern und Vorschulkindern Freude, wie Spielschleim als Instagram-Trend der letzten Jahre beweist.

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Im blankGrundmodul Erkrankungen der Atemwege und dem blankAufbaumodul Erkältung lernst du die wichtigsten Dinge über die Schleimhäute und was bei Infektionen mit ihnen passiert.

Quellen

Bansil R; Turner BS: The biology of mucus: Composition, synthesis and organization. Advanced Drug Delivery Reviews 124 (2018) 3–15 (Stand: September 2017)

Fahy JV; Dickey BF: Airway Mucus Function and Dysfunction.(Autorenmanuskript, Stand: Juni 2014),

Reichling J: Art. Schleimdrogen (Stand April 2016). Pschyrembel Online.

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Heuschnupfen im Überblick

Viele haben sie sicher bemerkt: die feine, gelbe Staubschicht, die dieser Tage Autos, Gartenmöbel, Fensterbretter und sogar Wasserflächen bedeckt. Es handelt sich dabei um den Pollen der derzeit blühenden Nadelbäume. Vor allem Fichten produzieren dieses Jahr extrem viel Blütenstaub. Dieser eher harmlose „Schwefelregen“ macht den jährlichen Pollenflug auch für Nicht-Allergiker erfahrbar. Wo der Gesunde derzeit zum Putztuch greift, greift der Allergiker jedes Jahr zum Taschentuch: das Frühjahr kommt für viele mit Augenbrennen und -jucken, mit Fließschnupfen und Niesattacken – kurz: mit Heuschnupfen. Verantwortlich dafür sind eine Vielzahl von Gräsern, Kräutern und Bäumen. Ihr Pollen ist unsichtbar aber umso tückischer. Laut dem Robert-Koch-Institut sind in Deutschland rund 15 % aller Erwachsenen und 11 % aller Kinder in ihrem Leben zumindest zeitweise von Heuschnupfen betroffen. Sie gehören zu den Allergikern, die rund 20 % der Gesamtbevölkerung ausmachen. Doch wie entstehen Allergien? Und was steht hinter den Symptomen?

Wenn das Immunsystem Fehlalarm schlägt

Von einer allergischen Reaktion sprechen wir dann, wenn das körpereigene Immunsystem eine unverhältnismäßig starke Abwehrreaktion auf bestimmte Stoffe zeigt. Der Körper verwechselt dabei einen eigentlich harmlosen Eindringling, etwa eingeatmeten Baumpollen, mit einem gefährlichen Fremdstoff. Die entsprechende Immunreaktion äußert sich in heftigen körperlichen Beschwerden: Diese reichen von Fließschnupfen, über ein Kribbeln im Mund, juckenden Hautausschlag bis hin zu Asthmaanfällen und anaphylaktischen Schock. Die Auslöser sind dabei patientenabhängig. Wichtige Allergene sind neben diversen Pollenarten auch Lebensmittel wie Hühnerei oder Erdnüsse sowie Insektengifte, Tierhaare und Hausstaub. Je nach Allergietyp kann es sofort zu einer Reaktion kommen oder auch erst mehrere Stunden oder Tage später. Heuschnupfen ist eine Allergie des sogenannten Sofort-Typs.

Der Sofort-Typ

Bei diesem Allergietypen bildet das Immunsystem spezifische Antikörper, nachdem es das erste Mal mit einem bestimmten Stoff in Berührung gekommen ist. Betroffene zeigen beim ersten Kontakt mit dem Allergen keine Symptome. Sind diese Menschen ihm danach aber erneut ausgesetzt, reagiert ihr Immunsystem – es kommt zur allergischen Reaktion. Warum der Körper Antikörper gegen eigentlich harmlose Stoffe bildet, ist nicht abschließend geklärt. Offenbar spielen genetische Faktoren hier ebenso eine Rolle wie die Umweltbedingungen und Lebensgewohnheiten Betroffener. Fest steht aber, dass die Zahl der Allergiepatienten beständig steigt. Jüngere sind dabei stärker betroffen als Ältere.

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Eine Allergie feststellen

Um Allergien gezielt behandeln zu können, ist es wichtig die allergieauslösenden Allergene zu kennen. Gerade bei Heuschnupfen kann der Test aufschlussreich sein. Pollen ist nämlich nicht gleich Pollen. Ob jemand auf Birken-oder Gräserpollen reagiert entscheidet darüber, zu welchem Zeitpunkt und an welchem Ort er besonders betroffen ist. Der Deutsche Wetterdienst hat in Zusammenarbeit mit der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst den Pollenflug-Gefahrenindex herausgebracht. Auf einer interaktiven Karte können Allergiker nachschauen, wie hoch die Belastung mit den acht wichtigsten allergenen Pollensorten ist und sein wird. Sie können dann vorbeugende Maßnahmen treffen. Die Pollen-Vorhersage nutzt Heuschnupfen-Patienten aber nur, wenn sie ihren persönlichen Feind kennen. Um hier Klarheit zu bekommen, ist es nötig, einen Allergietest zu machen. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Beim Prick- und Provokationstest, wird der Patient gezielt mit den in Frage kommenden Allergenen in Berührung gebracht. Auch durch Bluttests können Allergien nachgewiesen werden. Dabei werden entweder freie IgE-Antikörper nachgewiesen oder bestimmte Entzündungsmarker erfasst.

Keine Besserung in Sicht

Allergien sind auf dem Vormarsch. Von der Volkskrankheit ist bereits ein Fünftel der Bevölkerung betroffen – Tendenz steigend. Durch den Klimawandel wird das Leben von Heuschnupfen-Patienten in Zukunft noch schwerer: Durch die Klimaerwärmung verkürzt sich der Winter als Schonzeit für Pollen-Allergiker. Die Pflanzen beginnen früher zu blühen und die Pollensaison dauert dadurch länger.

Quellen: Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst, Bergmann et. al (2016) Allergo J Int, Deutscher Wetterdienst, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

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MometaHEXAL® Heuschnupfenspray

Die saisonale allergische Rhinitis (Heuschnupfen) ist die häufigste allergische Erkrankung in Deutschland. Die Betroffenen leiden neben den typischen Heuschnupfenbeschwerden häufig auch unter weiteren Symptomen, wie z. B. Asthma, Sinusitis oder einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit.

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