PTA-Aktuell

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Heuschnupfen
Neue Erkenntnisse bei der Heuschnupfentherapie

Die Temperaturen werden allmählich wieder zweistellig und lassen auf den Frühling hoffen. Doch mit dem warmen Wetter kommt auch die Pollenzeit, die Allergikern wie jedes Jahr zu schaffen macht. Ein großer Teil leidet zu dieser Zeit unter Heuschnupfen mit seinen typischen Symptomen wie Niesen, Schnupfen und Augenjucken. Die lästigen Beschwerden lassen sich mit verschiedenen Medikamenten kurzzeitig lindern, eine dauerhafte Verbesserung erzielt allerdings nur eine spezifische Immuntherapie (SIT). Was genau bei dieser Therapie in unserem Körper passiert, war bislang nicht eindeutig. Ein Forschungsteam der Technischen Universität München ist dieser Frage auf den Grund gegangen. Dazu wurden 32 Menschen mit Heuschnupfen mit einer spezifischen Immuntherapie behandelt und während der Behandlungszeit von 3 Jahren beobachtet.

Spezifische Immuntherapie

Die Behandlung mit der spezifischen Immuntherapie ist bei vielen bekannt. Das Immunsystem wird mit dem Allergen konfrontiert, auf welches es mit den typischen Beschwerden reagiert. Häufig werden die Allergene (Pollen) mit Spritzen in den Körper injiziert. Am Anfang der Behandlung wird erst eine geringe Dosis des Allergens in den Körper gegeben. Diese wird dann nach und nach erhöht bis eine sogenannte Erhaltungsdosis erreicht ist. Anschließend wird drei Jahre lang die Erhaltungsdosis in den Körper gegeben. Der Körper soll sich so langsam an die Allergene gewöhnen und lernen, diese zu tolerieren. Ziel ist es, dass der Körper seine abwehrenden Reaktionen gegen die Allergene dauerhaft unterbindet.

Was passiert während der Immuntherapie in unserem Körper?

Bisher wurde sich in der Allergieforschung vermehrt auf die Rolle verschiedener T-Zellen konzentriert und weniger auf die Rolle der B-Zellen. T-Zellen und B-Zellen dienen jeweils der Immunabwehr.Das Forschungsteam ist der Überzeugung, dass die regulatorischen B-Zellen, die bisher in der Allergieforschung kaum beachtet wurden, eine wichtigere Rolle spielen als bisher angenommen.

Während einer Immuntherapie ändert sich das Verhältnis von pro allergischen und regulatorischen T-Zellen und regulatorischen B-Zellen laufend. Je nachdem wie stark der Pollenflug ausfiel, waren in der Studie entweder die B-Zellen oder die T-Zellen bei den Testpersonen stärker vertreten. Wenn früh in der Immuntherapie viele regulatorische B-Zellen und wenige T-Zellen nachgewiesen wurden, konnten nach der dreijährigen Therapie deutlich weniger Allergiesymptome festgestellt werden. Somit kann sich schon frühzeitig in der Immuntherapie bestimmen lassen, bei welchen Patienten die Behandlung eine Aussicht auf Erfolg haben wird.

Bislang brechen noch viele Menschen die Behandlung ab, weil sie zeitaufwendig ist und sich viele keine Besserung versprechen. Bei einem frühzeitig positiven Ergebnis würde sich das Durchhalten jedoch lohnen und den Betroffenen ein konkretes Ziel vor Augen führen. Sollte die Behandlung anschlagen, werden zudem nicht nur die Symptome gelindert, sondern ein Fortschreiten der Erkrankung hin zum Asthma oder zu neuen Allergien, kann möglicherweise ebenfalls verhindert werden.

Willst du mehr wissen?

Im blankGrundmodul Allergie und dem blankAufbaumodul Heuschnupfen lernst du die wichtigsten Dinge über Allergien und Heuschnupfen kennen.

Quellen

Pressemitteilung der Technischen Universität München: Testzeit Erfolgsaussichten von Heuschnupfen-Therapien (18.10.2018)

Zissler, U.M et al.: Early IL-10 producing B-cells and coinciding Th/Tr17 shifts during three year grass-pollen AIT. EBioMedicine, 36 / 2018, S. 475-488. (Stand 11.10.2018)

Symbolbild Schleim für den apothekia-Magazin-Beitrag zu Schleim und seiner Funktion
Warum Schleim nicht schlecht ist

Schleim ist besser als sein Ruf. Neben der Haut mit ihrer verhornten Dermis bildet er eine wichtige Schutzbarriere des Körpers. Als Schutzfilm auf den Schleimhäuten schützt er Atemwege, Verdauungstrakt und die Fortpflanzungsorgane. Dennoch ist Schleim noch unbeliebter als vergleichbare Flüssigkeiten wie Speichel oder Tränen. Meist bemerken wir ihn nämlich erst, wenn er seine Konsistenz ändert und aufhört, unauffällige Arbeit im Hintergrund zu leisten. In der Erkältungs- und Allergiesaison verwandelt sich Schleim in einen Hauptdarsteller. Wer wieder frei atmen will, versucht einerseits seine Schleimhäute zum Abschwellen zu bewegen und andererseits den überschüssigen Schleim loszuwerden. Aber wo liegt der Unterschied zwischen gesundem und ungesundem Schleim?

Gesunder Schleim

Schleim wird von spezialisierten Zellen in der obersten Schleimhautschicht produziert. Er besteht aus Wasser, unterschiedlichen Proteinen, Lipiden und Elektrolyten. Seine Gel-Konsistenz verdankt er den Muzinen. Das sind Glykoproteine, von denen einige große Mengen Wasser binden. Die langen, schweren Proteinketten bilden ein Netz, das sich quasi vollsaugt. Die Maschen dieses Netzes sind so groß, dass sie Gase und Nährstoffe hindurchlassen, die darunterliegende Membran aber vor schädlichen Mikroorganismen geschützt wird. Zusätzlich finden sich im Schleim Abwehrstoffe gegen Krankheitserreger, sogenannte Defensive, sowie Antikörper. Unter der Schleimhaut selbst befindet sich ein zusätzlicher Abwehrmechanismus in Form von lymphatischem Gewebe mit zahlreichen Immunzellen.

In den Atemwegen bilden Schleim und das Flimmerepithel mit seinen mikroskopisch kleinen, schlagenden Härchen ein Team: Staub, Pollen und Krankheitserreger werden im Schleim gebunden und durch die Schlagbewegung der Flimmerhärchen in Richtung Rachen abtransportiert wie Festivalbesucher beim Crowdsurfing. Der abtransportierte Schleim wird dann entweder verschluckt oder ausgehustet. Was darin gebunden ist, gelangt dann entweder wieder dahin, wo es herkam, oder wird in der Magensäure neutralisiert. Das funktioniert allerdings nur, weil gesunder Schleim auch sehr flüssiger Schleim ist.

Wann wird Schleim ungesund?

Viren sind klein genug, um das Netz aus Schleim in den Atemwegen zu durchdringen. Manchmal kommt es auch vor, dass die Schleimhäute, insbesondere bei niedriger Luftfeuchtigkeit, einfach austrocken und nicht mehr zuverlässig vor Infektionen schützen. Oder aber Allergien triggern eine überschießende Abwehrreaktion, zu der auch eine übermäßige Schleimproduktion gehört. In all diesen Fällen wird Schleim zum Problem. Das liegt auch daran, dass er aufhört flüssig zu sein. Er enthält weniger Wasser, wodurch das Muzin-Netz engere Maschen aufweist. Darin werden Erreger und Allergene zwar besser gebunden, der Abtransport aber erschwert.

Warum ändert Schleim die Farbe?

Wenn sich im Schleim dann vermehrt abgestorbene Abwehrzellen finden, verändert er die Farbe: Er wird gelb. Manche Immunzellen produzieren das Enzym Myeloperoxidase. Schleim, der viel davon enthält, ist grün. Verfärbter Schleim zeigt so an, dass das Immunsystem hart daran arbeitet, einen Infekt in den Schleimhäuten unter Kontrolle zu bekommen. Anders als oft behauptet, lässt das aber keine Rückschlüsse auf die Art der Krankheitserreger zu. Andere natürlich vorkommende Schleimfarben sind rosa, braun und schwarz. Rosa und braun weisen auf Blutungen der Schleimhaut hin. Schwarz wird Schleim durch Rußpartikel oder -in seltenen Fällen- durch Pilzerkrankungen. (Zu diesem Thema hat die amerikanische Cleveland Clinic ein interaktives „Schleimometer“ veröffentlicht – Link auf Englisch )

Nützlicher Fremdschleim

Körpereigener Schleim erfüllt eine wichtige Funktion. Pflanzliche und synthetisch hergestellte Schleime sind als Werkstoffe und Bestandteile von Arzneimitteln ebenfalls nützlich – auch bei Erkältungen. So legen sich die Schleimstoffe aus Isländisch Moos, Eibisch oder Lindenblüten reizlindernd auf wunde Hälse. Hohen Unterhaltungswert hingegen besitzt Spielzeugschleim. Das bereitet nicht nur Grundschülern und Vorschulkindern Freude, wie Spielschleim als Instagram-Trend der letzten Jahre beweist.

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Im blankGrundmodul Erkrankungen der Atemwege und dem blankAufbaumodul Erkältung lernst du die wichtigsten Dinge über die Schleimhäute und was bei Infektionen mit ihnen passiert.

Quellen

Bansil R; Turner BS: The biology of mucus: Composition, synthesis and organization. Advanced Drug Delivery Reviews 124 (2018) 3–15 (Stand: September 2017)

Fahy JV; Dickey BF: Airway Mucus Function and Dysfunction.(Autorenmanuskript, Stand: Juni 2014),

Reichling J: Art. Schleimdrogen (Stand April 2016). Pschyrembel Online.

Weltkinderkrebstag
Wenn Kinder an Krebs erkranken

Jedes Jahr am 15. Februar findet der internationale Kinderkrebstag statt. Der Aktionstag wurde 2002 vom Bündnis Childhood Cancer International (CCI) ins Leben gerufen. Die Organisation will mit dem Tag mehr Aufmerksamkeit auf das Leiden krebskranker Kinder weltweit lenken. Zudem setzt sie sich dafür ein, dass Kinder mit Krebs Zugang zu notwendigen Therapien und Medikamenten erhalten. Gerade in ärmeren Ländern ist die Versorgung von erkrankten Kindern im Vergleich zu reicheren Staaten sehr schlecht.

Hohe Heilungsraten in Deutschland

Bei uns in Deutschland ist die Situation für krebskranke Kinder vergleichsweise besser. Hier wird ihnen der Zugang zu allen notwendigen Therapiemaßnahmen in der Regel ermöglicht. Die Chancen Krebs zu besiegen liegt in Deutschland bei etwa 80 %. Die hohe Heilungsrate geht auf die Fortschritte in der medizinischen Entwicklung und die gute Kooperation zwischen Kliniken und Forschungszentren zurück.

Psychosoziale Unterstützungsangebote werden häufig von Elterninitiativen ins Leben gerufen und finanziert. Darüber hinaus gibt es für die betroffenen Kinder, und vereinzelt auch für ihre Geschwister, Freizeitangebote, bei denen sie sich mit anderen Kindern, die sich in einer ähnlichen Situation befinden wie sie, austauschen können.

Eine Diagnose, die belastet

Natürlich ist auch in Deutschland die Diagnose Krebs für alle Beteiligten ein Schock, den Außenstehende kaum nachfühlen können. Es erkranken jedes Jahr rund 1.800 Kinder unter 15 Jahren neu an Krebs. Die drei häufigsten Krebsarten bei Kindern sind Leukämie, ZNS-Tumoren und Tumoren des Lymphgewebes. Da sich für die Krankheit, insbesondere bei Kindern, keine wirkliche Ursache finden lässt, ist es kaum vorauszusehen, welches Kind erkrankt. Wie gut die Prognose ist, hängt von der Art des Krebses ab. In der Regel werden die Kinder operiert, müssen wie Erwachsene eine Chemotherapie durchlaufen und vielleicht sogar bestrahlt werden. Die akuten Nebenwirkungen, wie Haarausfall und Übelkeit, sind dabei sehr belastend für Patienten und Angehörige. Zusätzlich kann es zu Langzeitschäden, wie Nervenschäden, Wachstumsstörungen und Unfruchtbarkeit, kommen. Auch wenn manche Krebserkrankungen geheilt werden können, bleibt das Risiko bestehen, dass der Krebs wiederkommt.

Wie Apotheken helfen

Verantwortlich für die verschiedenen Krebstherapien sind in erster Linie OnkologenInnen. Doch auch Apotheken sind vor allem bei oralen Therapeutika und der unterstützenden Behandlung gefragt. Die unterstützende bzw. begleitende Therapie umfasst unter anderem Antibiotika, Medikamente gegen Übelkeit und Pilzinfektionen sowie eine geeignete Mundpflege.

Als kompetenter Ansprechpartner vor Ort steht die Apotheke den Eltern betroffener Kinder mit Empfehlungen, Rat und auch Trost zur Seite. In ihrer schwierigen Lage brauchen die Eltern Zuwendung und Einfühlungsvermögen. Da dies eine besondere Herausforderung für das Apotheken-Team darstellen kann, gibt es Fortbildungen, um Krebspatienten besser beraten zu lernen. Zusätzlich gibt es die Weiterbildung „PTA mit der Zusatzbezeichnung Onkologie (DGOP)“. Unabhängig davon gibt es auch die Möglichkeit für Apotheken, sich an Spendenaktionen zu beteiligen oder Spendenaktionen ins Leben zu rufen.

 

Quellen und weiterführende Links

Childhood Cancer International: About CCI. Childhood Cancer International, Abrufdatum 12.02.2019

World Health Organization: Global Initiative for Childhood Cancer, Abrufdatum 12.02.2019

Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI),
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz: Deutsches Kinderkrebsregister. Jahresbericht 2017 (Stand 06.2018), Abrufdatum 12.02.2019

Bundes­ärzte­kammer (Arbeitsgemeinschaft der deutschen Ärztekammern) und Kassenärztliche Bundesvereinigung: Krebs im Kindesalter – deutlich erhöhtes Risiko für spätere Krebsneuerkrankung (Stand 06.2018), Abrufdatum 12.02.2019

Reinhardt, D.: Kinderonkologie. Was hilft Kindern mit Krebs und deren Eltern? (Stand 08.2018), Abrufdatum 12.02.2019

Eine Frage des Geruchs
Eine Frage des Geruchs

Bei der Partnerwahl kommt es auf viele Kriterien an, die eine Person für eine Beziehung attraktiver machen. Der Geruch des Gegenübers spielt dabei eine wichtige Rolle. Insbesondere in der Kennenlernphase zeigt sich, ob der Geruch des anderen anziehend oder abstoßend ist. Denn wer sich riechen mag, zieht sich evolutionsbedingt stärker an. Jeder Mensch hat seinen eigenen individuellen Körpergeruch, der auf das andere Geschlecht eine Wirkung ausübt. Doch es gibt einige Menschen, die aufgrund von Erkrankungen, einen unangenehmen Körpergeruch entwickeln können, der die Wirkung auf den potentiellen Partner beeinträchtigt.

Krankhaftes Schwitzen

Jeder von uns schwitzt. Sei es bei sportlicher Betätigung oder bei heißen Temperaturen im Sommer. Auch vor einer Prüfung oder einer Präsentation bekommen viele schwitzige Hände. Das ist normal und dient beispielsweise der Wärmregulation oder beruht auf emotionalem Stress. Erfahrungsgemäß kann sich bereits das zum Geruchsproblem entwickeln. Schweiß enthält neben Wasser nämlich zu einem sehr geringen Teil auch Harnstoff, Aminosäuren, Milchsäure, Eiweiß, Fett und Zucker. Diese werden von Bakterien auf der Haut zersetzt. Je länger sich die Bakterien verbreiten können umso stärker wird der Geruch.

Übermäßiges Schwitzen kann hier zur Herausforderung werden. Gemeint ist damit eine Schweißproduktion, die weit über die Menge hinausgeht, die zur Temperaturregulierung nötig wäre. Dadurch können die Betroffenen unter Einschränkungen im Berufs- und Sozialleben leiden. Viele schämen sich für ihr übermäßiges Schwitzen und die daraus resultierenden sichtbaren Schweißflecken. Häufig sind Bereiche mit einer hohen Dichte von Schweißdrüsen betroffen, wie Achselhöhe, Handflächen, Fußsohlen und Stirn.  Ihre Schweißdrüsen sind in diesem Fall aber nicht überentwickelt bzw. vergrößert, sondern lediglich hyperaktiv. Das kann keine oder aber unterschiedliche und durchaus schwerwiegende Ursachen habe wie zum Beispiel Diabetes oder neurologische Störungen.

Um krankhaftes Schwitzen zu therapieren, werden äußerlich aluminiumchloridhaltige Arzneimittel aufgetragen. Bei schweren Fällen werden sogar operative Eingriffe vorgenommen, bei denen die Schweißdrüsen entfernt werden.

Fischgeruch-Syndrom

Bei dem seltenen Fischgeruch-Syndrom leiden die betroffenen Personen, wie der Name schon sagt, unter einem unangenehmen Körpergeruch, der an verdorbenen Fisch erinnert. Die Erkrankung ist für sie eine schwere Belastung und schränkt dabei das persönliche, soziale und berufliche Leben stark ein. Bei dem Fischgeruch-Syndrom, welches auch unter Trimethylaminurie (TMAU) bekannt ist, handelt es sich um eine Stoffwechselerkrankung. Das Stoffwechselprodukt Trimethylamin wird nicht richtig abgebaut. Normalerweise wird es über Stoffwechselvorgänge zu geruchslosem Trimethylamin-N-Oxid umgewandelt. Aufgrund der Erkrankung liegen allerdings nicht genügend Enzyme dafür vor. Das überschüssige Trimethylamin wird daher unverändert ausgeschieden bzw. ausgeschwitzt, was den unangenehmen Geruch verursacht.

Um dem entgegenzuwirken, können Nahrungsmittel vermieden werden, die Vorläufersubstanzen von Trimethylamin enthalten. Dazu zählt zum einen der Stoff Chlorin, der hauptsächlich in Eigelb, Innereien, Kohl, Mais sowie Avocado enthalten ist. Zum anderen sollten Lebensmittel mit dem Stoff Trimethylamin-N-Oxid vermieden werden, da dieser wieder zu Trimethylamin umgewandelt werden kann. Darunter fallen Fisch und Schalentiere. Außerdem kann es sinnvoll sein, Antibiotika-Kuren durchzuführen, da die Dezimierung bestimmter Bakterienstämme im Darm den Geruch verringern kann.

Duftstoffallergie

Während es bei den vorherigen Beispielen ein Problem ist, nicht angenehm zu riechen, müssen andere Menschen damit leben, nicht angenehmer riechen zu können: Sie weisen eine Allergie gegen Duftstoffe auf. Da diese Gruppe auf künstliche Duftstoffe verzichten muss, müssen sie sich mit ihrem eigenen, natürlichen Körpergeruch begnügen. Das ist prinzipiell nicht schlimm, allerdings scheint diese Geruchsnuance aus der Mode gekommen zu sein. Frauen und Männer überdecken ihren Körpergeruch mit diversen künstlichen Düften. In Parfüms, Kosmetika, Reinigungsmitteln, Waschmitteln und Weichspülern kommen sowohl natürliche als auch synthetische Düfte zum Einsatz. Geruchsstoffe gehören fest zu unserem Alltag.

Betroffene mit einer Duftstoffallergie müssen darauf verzichten, um Kontaktekzeme zu vermeiden. In Deutschland sind etwa 15 – 20 % von einer Allergie betroffen. Meistens leiden die Betroffenen unter einer Unverträglichkeit gegen einzelne Stoffe und nicht etwa gegen Duftstoffe im Allgemeinen. Doch die Vermeidung einzelner Duftstoffe kann sich als schwierig erweisen, da sich auf den Verpackungen meistens nur die Sammelbezeichnung für beispielsweise Parfum, Fragrance oder Aroma findet, die nur ein Hinweis auf den Zusatz von Duftstoffen gibt. Eine Ausnahme stellen die 26 Duftstoffe dar, die ein hohes Allergiepotential aufweisen. Diese Duftstoffe müssen aufgrund der Deklarationspflicht auf der Verpackung genannt werden.

Eine Allergie bleibt in der Regel ein Leben lang bestehen, sodass dauerhaft auf das Allergen verzichtet werden sollte. Duftstoff-Allergiker müssen daher auf duftstofffreie Alternativen ausweichen. Insbesondere in Apotheken und Drogerien findet sich ein Sortiment duftstofffreier Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmittel auf, die zurückgegriffen werden kann.  Der Deutsche Allergie- und Asthmabund entwickelt und prüft mit verschiedenen Herstellern duftstofffreie Produkte, die für Allergiker bereitgestellt werden können und kennzeichnet sie mit einem entsprechenden Siegel.

Ein unangenehmer Köpergeruch kann viele Ursachen haben. In einigen Fällen ist er nicht auf eine mangelnde Körperhygiene zurückzuführen, sondern rührt von einer Erkrankung her. Die Betroffenen leiden in den meisten Fällen stark unter dieser Begleiterscheinung ihrer Krankheit. Mit der richtigen Beratung können sie aber Wege finden, für sich, für andere und für potentielle Partner besser zu riechen – auch parfumfrei.

Quellen:

AWMF online. Das Portal der wissenschaftlichen Medizin: S1-Leitlinie 013-079: Definition und Therapie der primären Hyperhidrose. (Stand 11.2017)

Badenschier, F: Chemie der Liebe. Planetwissen. Westdeutscher Rundfunk Köln (Stand 08.2018)

Ollenschläger,P: Trimethylaminurie (Fischgeruch-Syndrom). Deximed. Deutsche Experteninformation Medizin (Stand 09.2015)

Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.: Duftstoffallergie.

Prof. Dr. med. Altmeyer,P: Duftstoffe (Übersicht). Altemeyers Enzyklopädie (Stand 01.2018)

Allergieinformationsdienst. Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt GmbH: Kontaktallergie – Was ist das? (Stand 12.2018)

Müller, T: Jeder fünfzigste Europäer allergisch auf Duftstoffe. Ärzte Zeitung. Springer Medizin Verlag GmbH (Stand 11.2015)

Dreckapotheke
Die Dreckapotheke

Die Menschen im 16. Jahrhundert glaubten, dass die Exkremente und Sekrete von Menschen und Tieren, aber auch die Bestandteile der Körper (Animalia) eine medizinische Wirkung hätten. Die Substanzen wurden entweder eingenommen oder direkt auf die betroffenen Körperstellen aufgetragen. Diese Heilmethode wird auch „Dreckapotheke“ genannt.

Bekannte Heilmethoden kamen zum Beispiel aus dem alten Ägypten. Darunter waren Behandlungen wie Straußeneierschalen bei Knochenbrüchen oder die Anwendung einer gekochten grauen Maus gegen graue Haare. Das sogenannte Analogie-Prinzip similia similibus curentur, basiert darauf, dass Ähnliches mit Ähnlichem behandelt werden soll. Es ist in der traditionellen Heilkunde vieler Kulturen zu finden. Die Menschen nahmen nur Zutaten zum Behandeln, die eine gewisse Ähnlichkeit zu der Erkrankung hatten, oder ähnlich benannt waren.

Viele Kulturen glaubten außerdem, dass in verstorbenen Personen oder Tieren ein Teil ihrer Lebenskraft zurückbleibt. Durch die Anwendung von Teilen des toten Körpers sollte die Lebenskaft auf einen lebenden Menschen übertragen und die Erkrankung verbessert werden. Den menschlichen Heilmitteln wurde dabei eine besondere Wirkung zugesprochen, denn der Mensch galt in vielen Kulturen als Ebenbild Gottes.

Johann Joachim Becher, ein deutscher Gelehrter, schrieb im Jahre 1663 verschiedene menschliche Körperteile auf, die er für die Heilkunde als wichtig ansah:

Der Mensch, das Ebenbild, welchs Gott ist angenehm,
hat Vier und Zwantzig Stuck zur Artzeney bequem,
Bein, Marck, die Hirnschal auch, sampt ihrem Mos ist gut,
das Fleisch und Fett, die Haut, Haar, Harn, Hirn, Hertz und Blut,
die Gall, die Milch, der Koth der Schweiss, und auch der Stein,
das gelbe Schmaltz, so in den Ohren pflegt zu seyn,
die Nägel, Speichel, auch die Nachgeburt ist gut,
der Helm, der Samen und das Menstrualisch Blut.

(Johann Joachim Becher: Parnassus medicinalis illustratus, 1663, S. 5)

Die Erfolge der Dreckapotheke wurden von vielen damaligen Ärzten bestätigt. Aus Sicht der Schulmedizin kann heute ein Großteil dieser Behandulungserfolge dem Placeboeffekt zugeschrieben werden. Das heißt, dass in der Dreckapotheke in den meisten Fällen gar kein Wirkstoff drin war.

Beitrag von Schülerpraktikantin Tina

Symbolbild für den PTA-News-Beitrag zu Kopflausbefall auf apothekia.de mit einer Kopflaus in Nahaufnahme vor einem Läusekamm
Das Wichtigste über Kopfläuse

Wo viele Kinder auf engem Raum zusammensitzen, ist die Ansteckungsgefahr besonders hoch. Das gilt nicht nur für Erkältungskrankheiten. Kopfläuse sind an Schulen wie Kitas ein immer wiederkehrendes Problem. Eltern entdecken dann die kleinen Krabbler oder die als Nissen bekannten, weißen Eihüllen im Haar ihrer Kinder. Oft ist dann schon die halbe Schulklasse betroffen. Die Jahreszeit spielt dabei kaum eine Rolle und auch häufiges Haarewaschen schützt nicht. Betroffene Kinder werden vom Unterricht ausgeschlossen und dürfen erst wieder hingehen, wenn sie erfolgreich gegen den Kopflausbefall behandelt wurden. In manchen Fällen verlangen die Schulen sogar ein ärztliches Attest und bei manchen Kopflauspräparaten übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Kinder. Die meist entsetzten Eltern stehen mit oder ohne Rezept dann in der Apotheke und möchten Läusemittel, so genannte Pedikulozide, kaufen. Zur erfolgreichen Behandlung ist es aber nötig, die ein oder andere Sache über Kopfläuse zu wissen:

Kopflaus-Wissen kompakt

Die Kopflaus (Pediculus humanus capitis) ist ein Insekt, das sich darauf spezialisiert hat, als Parasit auf der menschlichen Kopfhaut zu leben. Die gute Nachricht ist: Sie kommt auch wirklich nur dort vor. Ansteckungen über Haustiere sind so gut wie ausgeschlossen. Die Ansteckung über Kleidung und Wäsche ist recht selten. Ohne einen warmen Platz auf der Kopfhaut und die Möglichkeit, sich alle paar Stunden mit einer Blutmahlzeit zu versorgen, ist die Kopflaus nur ungefähr einen Tag überlebensfähig.

Die schlechte Nachricht ist: Wo Menschen sind, sind wahrscheinlich irgendwann auch Kopfläuse. Deshalb sind Orte wie Schulen und Kindergärten auch Hotspots des Kopflausbefalls. Dass wir auch noch im 21. Jahrhundert mit der Laus zu kämpfen haben, liegt an ihrer Fortpflanzungsstrategie. In seinem kurzen Leben legt das Kopflausweibchen nämlich bis zu 140 Eier. Diese klebt es an die Haare. Dort haften sie so gut, dass die Nissen, noch lange nach dem Schlüpfen der Larven dort verbleiben. Die Eier sind dank Kopfhautwärme nach etwa einer Woche ausgebrütet.

apothekia-Infografik zum 3-wöchigen Lebenszyklus der Kopflaus

Das ist wichtig zu wissen, um Kopfläuse auch wirklich los zu werden. Viele Kopflausmittel töten nämlich in erster Linie die Larven und die erwachsenen Tiere. Einige Zeit nach der Behandlung rücken die frischgeschlüpften Kopfläuse dann einfach nach. Wichtig ist deshalb, acht bis elf Tage nach der ersten Behandlung eine zweite folgen zu lassen. Dies entspricht auch der Empfehlung des Robert Koch Instituts.

Was gegen Läuse hilft – und was nicht

Läusebefall hat nichts mit Hygiene zu tun. Deshalb lässt sich eigentlich wenig tun, um ihm vorzubeugen. Um zu verhindern, dass sich Kopfläuse ausbreiten, müssen sie schnell erkannt und dann gründlich bekämpft werden. Dabei ist es entscheidend, dass die Eltern gut informiert sind und wissen, woran sie Kopflausbefall beim Nachwuchs erkennen. Eine nützliche und kostenlose Broschüre hat hierzu zum Beispiel die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung herausgebracht. Auch das RKI hat einen ausführlichen Online-Ratgeber erarbeitet.

Wenn es ans Bekämpfen der Kopfläuse geht, empfiehlt das Robert Koch Institut darin eine Kombination aus Läusemitteln und wiederholtem Auskämmen mit einem speziellen Läusekamm. Fragwürdig sind hingegen Behandlungen mit Mayonnaise, Saunagängen oder Föhnwärme. Eltern, die auf „Chemie“ verzichten wollen, sollten lieber auf geprüfte physikalische Läusemittel zurückgreifen. Diese enthalten dünnflüssiges Silikonöl, an dem die lästigen Parasiten ersticken.

Du willst mehr wissen?

Wichtiges zum Thema Kopfläuse und zu den Behandlungsmöglichkeiten kannst du bei apothekia lernen, zum Beispiel im blankAufbaumodul Kopfläuse.

Quellen/Weiterführende Links:

Robert Koch Institut: Kopflausbefall. RKI-Ratgeber (Stand 17.11.2008)

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Hg.): Kopfläuse … was tun?  (Downloadlink, Stand Oktober 2014)

Heukelbach, J: Kopflausmittel mit physikalischen Wirkprinzipien. DAZ Online (08.09.2011).

Nahrungsergänzungsmittel
Wie hilfreich sind Nahrungsergänzungsmittel beim Sport?

Der Jahreswechsel ist ein beliebter Zeitpunkt, um sich neue Ziele zu setzen. Dabei ist eine gesündere Lebensweise durch mehr Sport und gesunde Ernährung einer der häufigsten Neujahrsvorsätze. Gerade in dieser Zeit werden gehäuft Nahrungsergänzungsmittel (NEM) beworben, die schnelle Ergebnisse garantieren sollen. Auch in der Apotheke gibt es rezeptfrei eine große Auswahl an Nahrungsergänzungsmitteln zu kaufen. Doch bei der enormen Vielfalt geht schnell der Überblick verloren. Häufig bleiben Fragen offen wie: Ist die Einnahme dieser Produkte wirklich hilfreich? Und welche Produkte sind wann zu empfehlen?

In diesem Artikel wollen wir diesen Fragen nachgehen.

Wie werden NEM definiert?

Nach der Nahrungsergänzungsmittel-Verordnung von 2004 sind Nahrungsergänzungsmittel als Lebensmittel definiert, die die allgemeine Ernährung ergänzen sollen. Es sind Konzentrate von Nährstoffen, die ernährungsspezifische oder physiologische Wirkungen haben. Sie werden in dosierter Form zur Aufnahme in kleinen Mengen dargereicht, oft als Kapseln, Pillen, Tabletten oder Pulverbeutel. Häufige Inhaltsstoffe sind Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren, essenzielle Fettsäuren, Ballaststoffe, Probiotika sowie Koffein und Kreatin. Zu Werbezwecken dürfen Hersteller keine Aussagen machen, die sich auf eine Beseitigung, Linderung oder Verhütung von Krankheiten in Verbindung mit NEM beziehen. Lediglich die Formulierung „Senkt das Risiko“ ist in Fällen erlaubt, die zuvor von der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde genehmigt wurden.

Sorgfältiger Umgang mit NEM

Nahrungsergänzungsmittel sind heute aus dem Sport nicht mehr wegzudenken. Insbesondere im Leistungssport wird regelmäßig zu diesen Mitteln gegriffen. Obwohl bei häufigem Sport der Bedarf an Nährstoffen nicht ansteigt, nehmen viele Sportler NEM nach dem Gießkannenprinzip, auch bekannt als „Kann bestimmt nicht schaden“. Bei den fettlöslichen Vitaminen A und D ist das jedoch nicht zwingend richtig (siehe Hypervitaminosen). Die dauerhafte Einnahme großer Mikronährstoffmengen ist insgesamt auch deshalb nicht sinnvoll, weil ein Überschuss an Nährstoffen weder die Leistung verbessert noch der Gesundheit förderlich ist.

Stattdessen sollte vorher durch einen Arzt festgestellt werden, ob überhaupt Bedarf an Nahrungsergänzungsmitteln besteht. Hierzu können Sportler Ernährungsprotokolle führen, um Auffälligkeiten, wie beispielsweise Müdigkeit oder Schlappheit besser zu dokumentieren. Mit Hilfe von klinischen Bluttests können schließlich die behandelnden Ärzte die Auffälligkeiten auf tatsächliche Nährstoffmängel untersuchen. Ein häufiges Problem von Sportlern ist beispielsweise ein Eisenmangel. Sollte hier im Zuge einer Blutuntersuchung ein Mangel festgestellt werden, kann der behandelnde Arzt den Nährstoffmangel durch Eisentabletten ausgleichen.

Sportler, für die sich NEM lohnen

Insbesondere Sportler, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, leiden häufig an Nährstoffmängeln. Wenn sie nicht wissen, welche Mengen sie an Nährstoffen mit welcher Nahrung aufnehmen können, kommt es schnell zu einer einseitigen Ernährung, die eben zu Nährstoffmängeln führen kann. Personen mit Lebensmittelunverträglichkeiten leiden ebenfalls häufig unter Nährstoffmängeln, da sie auf den Verzehr bestimmter Lebensmittel verzichten müssen. Bei diesen beiden Gruppen lohnt sich die zusätzliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, weil bei ihnen die Energie- und Nährstoffzufuhr unzureichend ist. Trotzdem ist es empfehlenswert, den Ernährungsstatus als Vegetarier, Veganer oder bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten durch einen Arzt oder Ernährungsberater prüfen zu lassen und nicht auf Basis reiner Vermutungen NEM einzunehmen.

Wechselwirkungen möglich

Was noch gegen die Verwendung von NEM nach dem Gießkannenprinzip spricht, sind mögliche Wechselwirkungen unterschiedlicher Präparate. Die enthaltenen Substanzen können sich nach der Einnahme in unterschiedlicher Weise beeinflussen: Die Wirkung kann am Zielort verändert sein, wobei der beabsichtigte Effekt entweder verstärkt, abgeschwächt oder aufgehoben werden kann. Auch die Wirkung von Medikamenten kann durch NEM beeinflusst werden, so dass die Einnahme neuer Präparate vorher ärztlich abgeklärt werden muss. Deshalb sollten so wenig Ergänzungsmittel wie möglich parallel eingesetzt werden.

Zusammengefasst

Mit Nahrungsergänzungsmitteln sollte nicht nur im Sport, sondern im Allgemeinen sorgfältig umgegangen werden. Bei Personen, die keinen Mangel aufweisen, reicht in der Regel eine ausgewogene und vielseitige Ernährung, um den Bedarf an Nährstoffen zu decken. Das willkürliche Einnehmen von NEM ohne die Gewissheit eines Nährstoffmangels kann zu Nebenwirkungen und gesundheitlichen Problemen führen. In bestimmten Fällen kann ist die Einnahme von NEM jedoch sinnvoll, um einen tatsächlichen Mangel zu kompensieren oder vorzubeugen.

Willst du mehr wissen?
Quellen:

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.. September 2014, Abrufdatum 14.01.2019

Deutscher Olympischer Sportbund DOSB in Zusammenarbeit mit der DGE Broschüre „Nahrungsergänzungsmittel“.  1. Auflage. Frankfurt am Main, Juni 2014, Abrufdatum 14.01.2019

Verbraucherzentrale. Nahrungsergänzungsmittel: Was das Gesetz erlaubt.  Oktober 2018, Abrufdatum am 14.01.2019

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Andere und sich selbst vor dem Erfrieren retten

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und die Tage werden deutlich kälter. Am liebsten möchten die meisten von uns sich in ihrem gemütlichen, warmen Zuhause verkriechen. Diejenigen, die es an besonders kalten Tagen doch nach draußen zieht, sollten sich warm einpacken. Denn kalte Temperaturen, insbesondere Minusgrade, bringen auch Gefahren mit sich. Eine mögliche Unterkühlung oder Erfrierung sollte dabei nicht unterschätzt werden.

Wir zeigen dir im Folgenden, wie du Unterkühlungen und Erfrierungen bei dir und anderen vorbeugen kannst und welche Erste-Hilfe-Maßnahmen es gibt, wenn jemand zu erfrieren droht.

Was passiert bei Erfrierungen und Unterkühlungen?

Wenn die Kälte auf den Körper einwirkt, kann es zu einer Unterkühlung oder einer Erfrierung kommen. Dies wird begünstigt durch lange und bewegungsarme Aufenthalte in kalter Umgebung.

Normalerweise sorgt unser Blut dafür, dass sich die Körperwärme gleichmäßig in allen Körperteilen und der Haut verteilt. Bei Kälte ziehen sich die Blutgefäße allerdings zusammen. Dadurch verliert der Körper weniger Wärme und lenkt mehr Blut Richtung Körperstamm, um lebenswichtige Organe zu versorgen. Je mehr jedoch der Blutfluss in den Körperteilen und der Haut abnimmt, desto eher kommt es zu lokalen Erfrierungen, also Gewebeschäden durch Kälteeinwirkung. Hier gibt es unterschiedliche Schweregrade, die von geröteten, leicht schmerzenden Hautstellen bis hin zum Absterben ganzer Körperteile reichen.

Zusätzlich senkt Kälte die Körpertemperatur. Sobald der Wärmeverlust nicht länger ausgeglichen werden kann, etwa durch das Kältezittern der Muskulatur, sinkt die Körpertemperatur stetig und der Körper unterkühlt. Ab einer Körpertemperatur von 36°C und darunter wird von einer Unterkühlung, auch Hypothermie, gesprochen. Diese kann im Ernstfall lebensbedrohlich sein.

Alter und Alkohol sind Risikofaktoren

Kleine Kinder und alte Menschen sind von Erfrierungen und Unterkühlungen schneller betroffen. Bei Kindern ist das Verhältnis von Körpervolumen zur Körperoberfläche relativ groß. Dadurch überhitzen und unterkühlen sie abhängig von der Umgebungstemperatur schneller als Erwachsene. Ältere Menschen hingegen produzieren weniger Wärme und können Kälte gleichzeitig schlechter wahrnehmen.

Auch Rauchen, bestimme Medikamente, Durchblutungsstörungen, Diabetes, Unterernährung oder Erschöpfung können sich negativ auf die Thermoregulation auswirken und Erfrierungen und Unterkühlungen begünstigen. Bei Alkohol sollte man besonders vorsichtig sein, da man unter Alkoholkonsum die tatsächliche Temperatur nur sehr vage einschätzen kann. Der Alkoholkonsum ist dabei besonders trügerisch, weil er im Körper zunächst ein warmes Gefühl verursacht. Da sich durch Alkohol die Gefäße weiten, verliert der Körper tatsächlich aber mehr Wärme.

Rettungsmaßnahmen

Sollten wir nun bei einer Person bemerken, dass sie zittert, kalte und bleiche Haut hat und über Schmerzen klagt, können wir das als Anzeichen einer Unterkühlung ausmachen. Eine schwerwiegende Unterkühlung können wir am Bewusstseinsverlust und extrem niedrigen Puls der Person erkennen. In beiden Fällen sollte auf jeden Fall der Notarzt gerufen werden. Während der Wartezeit können bereits lebenswichtige Maßnahmen getroffen werden. Zunächst müssen wir die Person ins Warme bringen und mit Decken zu decken.  Hierbei muss darauf geachtet werden, dass der Kopf dabei bedeckt und der Körper vom kalten Boden isoliert wird. Die Arme und Beine sollten hierbei nicht direkt erwärmt werden, da sonst das kalte Blut zurück zu den lebenswichtigen Organen geführt wird, was dazu führen kann, dass die innere Körpertemperatur sinkt.

Ist der Betroffene bei Bewusstsein helfen ebenfalls warme und gezuckerte Getränke – alkoholartige Getränke sind dabei auf jeden Fall zu vermeiden. Von Massieren oder Reibungsbewegungen ist ebenfalls abzuraten. Unterkühlte Personen müssen äußerst vorsichtig behandelt werden, ansonsten kann ein Herzstillstand drohen. Bei einem Atemsillstand oder einer langsamen und flachen Atmung sollte eine Herz-Lungen-Wiederbelebung erfolgen.

Vorbeugungsmaßnahmen

Damit es nicht zu so gravierenden Schritten kommt, stellen wir dir vorbeugende Maßnahmen vor, die gut vor einer Unterkühlung und oder einer Erfrierung schützen.

Die richtige Kleidung

Wir wissen alle, dass sich warm Anziehen bei kaltem Wetter hilft. Mütze, Schal und Handschuhe sind dabei im Winter nützliche Begleiter. Bei extremer Kälte, lässt sich der Schal auch einfach bis unter die Augen ziehen. So bleiben die kälteempfindlichen Wangen und die Nase warm.

Bei der Wahl der Kleidung bewährt sich die Zwiebel-Taktik: Mehrere, dünnere Schichten Kleidung wärmen besser als eine einzelne dicke Schicht. Dabei sollte die äußerste Schicht möglichst winddicht sein.

Hände und Füße, bzw. Zehen und Finger sind vom Körperstamm weit entfernt und damit ebenfalls kälteanfällig. Hier ist gut zu wissen, dass Fausthandschuhe besser wärmen als Fingerhandschuhe, da die Finger sich darin gegenseitig wärmen können. Bei der Schuhwahl sollte darauf geachtet werden, dass der Schuh nicht zu eng ist, weil die Durchblutung der Füße sonst gestört wird. Idealerweise werden Winterschuhe eine Nummer größer gekauft, um darunter dicke Socken tragen zu können.

Rein ins Warme

Bei eiskalten Temperaturen sollten wir nicht zu lange und ohne Bewegung draußen bleiben, sondern lieber regelmäßige Aufwärmpausen machen. Es gilt: wer bibbert muss ins Warme.

Viel trinken

Auch bei kalten Temperaturen sollten wir ausreichend viel trinken. Dazu bieten sich warme, nicht zu heiße Getränke an und – wie im ganzen Jahr auch –  Wasser. Um sich aufzuwärmen sind alkohol- und koffeinhaltige Getränke aber nur begrenzt zu empfehlen, da es beide Stoffe dem Körper erschweren, Wärme zu produzieren.

Abschließend

Es ist zugegebenermaßen schwierig, in Deutschland an Unterkühlung zu sterben. Dennoch erfrieren jährlich Menschen, insbesondere Obdachlose. Situationen, in denen Personen auskühlen, sind hingegen häufig. In den vergangenen Jahren folgte der Kälteeinbruch meist kurz nach Jahreswechsel, so dass es auch in diesen milden Wintermonaten gut ist, über Kälteschutz zu sprechen, bevor wir mit tauben Fingern auf dem Smartphone danach googeln.

Quellen:

Pschyrembel Online

Deutsches Rotes Kreuz -Erste Hilfe

Deutsches Rotes Kreuz – Gesundheitstipps

Deutsche Apotheker Zeitung

Deximed. Deutsche Experteninformation Medizin

Misteln
Misteln – ein Weihnachtsmärchen?

Besonders zur Weihnachtszeit nehmen wir die Mistelpflanze wieder häufiger wahr. Im Winter, wenn die Bäume bereits ihre Blätter verloren haben, können wir die Misteln auf vielen Laubbäumen entdecken. Die kugeligen, parasitären Halbsträucher erinnern dabei an Vogelnester. Die meisten von uns kennen die Mistelzweige dabei als Teil eines Weihnachtsbrauchs aus den USA und England: Ein Paar, das unter einem aufgehängten Mistelzweig steht, muss sich dem Brauch nach küssen. Als Weihnachtsdeko werden Misteln inzwischen auch bei uns zu Sträußen gebunden und aufgehängt.

Der Mistelzweig fasziniert die Menschen seit jeher. In der heutigen Zeit sagen Alternativmediziner der Mistel nach, dass sie bei Krebs wirksam sei. Die Pflanze weckt auch medizinisches Interesse: Die Wirkung ihrer Inhaltsstoffe wird aktuell erforscht. Doch wie wirksam ist die Mistel als Heilpflanze?

Helfen Misteln gegen Krebserkrankungen?

Vor etwa hundert Jahren schlug der Begründer der Anthroposophie Rudolf Steiner aus weltanschaulichen Gründen die Anwendung von Misteln gegen Krebs vor. Er sprach den Mistelpräparaten einen Heilfaktor zu. Heute ist die Mistelpflanze Gegenstand umfangreicher Studien. Sie enthält wie viele Pflanzen, Substanzen, die sie vor Fressfeinden schützen. Einige dieser Stoffe sind auch als potentielle Wirkstoffe interessant. Die Inhaltsstoffe der Mistelpflanze, insbesondere Lektine und Viscotoxine, haben unter anderem eine immunologische Wirkung. Die zytotoxische Wirkung von Viscotoxinen wurde zudem auch an Zellkulturen und in Tierversuchen getestet und belegt. Befürworter der Misteltherapie glauben daher, dass mit Mistelpräparaten der programmierte Zelltod bei Tumorzellen eingeleitet werden kann.

Fachleute sehen die Anwendung von Misteln gegen Krebserkrankungen dagegen kritisch. Insbesondere, weil es bis heute keinen sicheren Beweis für die Wirksamkeit gegen Krebserkrankungen gibt. In den USA sind Mistelpräparate daher auch nicht zugelassen, weil eben ausreichende Belege fehlen. Moderne Studien deuten lediglich darauf hin, dass sich die Lebensqualität Betroffener damit eventuell verbessern lässt. Trotz fehlender Evidenz setzen viele Patienten ihre Hoffnungen weiterhin in die Behandlung mit Mistelpräparaten.

Warum ist das so?

Bereits im Altertum glaubten Menschen an Heilkräfte der Mistelpflanze. Man war der Auffassung, dass sich Gleiches mit Gleichem behandeln ließe. Daher wurde die Mistel früher schon gegen Krebserkrankungen eingesetzt, da sie durch ihre Lebensweise als Halbschmarotzer an ein Geschwür erinnert. Die Mistel wohnt auf anderen Pflanzen und entzieht diesen Wasser und Nährsalze. Krebs wurde ebenfalls als ein Parasit des menschlichen Körpers angesehen, so dass die Menschen früher der Auffassung waren, der Parasit Mistel würde gegen den Parasiten Krebs helfen. Solche Theorien zur Wirkung des Mistelextrakts haben sich über die Jahre hartnäckig gehalten.

Sind Mistelpräparate sicher?

In Deutschland, Österreich und in der Schweiz sind Mistelpräparate die meistverwendeten, komplementären Krebsmittel zur adjuvanten Behandlung. Die Präparate gibt es nur als Injektion und nicht zum Einnehmen. Dabei werden die Lösungen in der Regel subcutan angewendet, was viele Patienten nach Anleitung selbst schaffen. Die Therapie gilt als vergleichsweise sicher und wird von den meisten Menschen gut vertragen. Die Präparate haben aber, wie viele Therapien auch, Nebenwirkungen. Dazu zählen allergische Reaktionen, Entzündungsreaktionen oder grippeähnliche Symptome mit Fieber und Kopfschmerzen. Es sind zudem Rötungen und Schwellungen an der Einstichstelle möglich. Darüber hinaus können sich die Lymphknoten in der Nähe des Einstiches vergrößern. Menschen mit Hautkrebs oder Lymphdrüsenkrebs wird die Misteltherapie deshalb auch ausdrücklich nicht empfohlen. Für die Anwendung in der Stillzeit, während der Schwangerschaft oder bei Kindern sind Mistelpräparate ebenfalls nicht geeignet. Betroffene, die sich einer Misteltherapie unterziehen möchten, sollten auf jeden Fall Rücksprache mit einem Arzt halten.

Obwohl die Wirkkraft der Mistelpflanze nicht ausreichend belegt ist, hilft es vielen, wenn sie daran glauben können. Patienten, die sich einer Misteltherapie unterzogen haben, gaben an, dass sie sich allgemein besser fühlten und ihre Lebensqualität während einer Chemotherapie weniger abnahm. Auch wenn diese Aussagen nicht wissenschaftlich belegt werden können, bieten sie den Betroffenen Trost und Unterstützung. So leistet die Mistel als Pflanze weit mehr, als nur den ein oder anderen Türrahmen in der Weihnachtszeit zu verschönern.

 

Quellen

Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum (Dkfz) (Stand 09.2016)

Kooperation Phytopharmaka GbR (Abrufdatum 04.12.18)

Jürgen Reichling. Pschyrembel Online (Stand 04.2016)

Welt-AIDS-Tag
Welt-AIDS-Tag: Neue Vorsorgeoptionen, alte Probleme

Seit 1988 wird jährlich am 1.Dezember auf das HI-Virus aufmerksam gemacht und gleichzeitig daran erinnert, dass die Gefahr noch nicht gebannt ist. Zwischen den 80er Jahren und 2013 haben sich weltweit etwa 77 Millionen Menschen mit HIV infiziert. Mehr als 35 Millionen Menschen sind bisher an den Folgen von AIDS gestorben. In Deutschland allein waren es etwa 30.000.

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Insbesondere in Deutschland hat die Zahl der Neuinfektionen mit HIV in den letzten Jahren stetig abgenommen. Das lässt sich aus den aktuellen Zahlen des Robert Koch Instituts entnehmen. 2016 infizierten sich noch ca. 2.900 Menschen mit dem HI-Virus. Während es 2017 nur noch ca. 2.700 Menschen waren. In Deutschland leben heute rund 86.000 Menschen mit HIV. Durch Medikamente können die meisten ihr Leben ganz normal gestalten und haben auch eine fast normale Lebenserwartung.

Warum gibt es in Deutschland weniger Neuinfektionen?

Vor 2015 begann man die HIV-Therapie erst in späteren Stadien, wenn der Betroffene bereits erkrankt war. Seit 2015 wird in der Regel sofort nach der Diagnose eine medikamentöse Behandlung eingeleitet. So kann die Gesundheit besser erhalten werden, da die Vermehrung des Virus im Körper verhindert wird. Ganz wichtig dabei: durch die erfolgreiche Therapie wird zudem die Übertragung des Virus verhindert. Eine HIV-positive Person unter erfolgreicher Therapie kann also niemanden mehr mit HIV anstecken.

Ein weiterer Grund für die Abnahme der Neuinfizierten liegt auch in den vermehrten Testangeboten, so dass Menschen sich auf verschiedene Weise testen lassen und frühzeitig von ihrer HIV-Infektion erfahren können. Umso früher HIV diagnostiziert wird, desto eher kann die Therapie begonnen werden. Und wie bereits erwähnt, verhindert eine erfolgreiche Therapie die weitere Verbreitung des Virus und damit auch Neuinfektionen. Neben den Labortests und Schnelltests bei Beratungsstellen gibt es mittlerweile auch Selbst- und Einsendetests, die in der Apotheke gekauft und Zuhause durchgeführt werden können. Die Möglichkeit, sich selbst Zuhause anonym zu testen, werden sicher viele Menschen nutzen, die aus Angst oder Scham keinen Test beim Arzt oder einer Beratungsstelle machen möchten. Eine Herausforderung für die Apotheken wird dabei wahrscheinlich die Beratung bei der Abgabe der Tests sein. Insbesondere für die Möglichkeit, eines positiven Testergebnisses, sollten dem Verwender eines Schnelltests bereits vorab Informationen mitgegeben werden, wie er in dieser Situation am besten verfährt, um ihn nicht mit dem Testergebnis allein zu lassen.

Das Robert-Koch-Institut rät dazu, sich regelmäßig testen zu lassen. Die Zahl der Neuinfektionen liegt nämlich noch immer über der der Neudiagnosen. Insbesondere die Zahl der HIV-Spätdiagnosen ist in Deutschland 2017 weiterhin sehr hoch: Bei etwa 1.100 Betroffenen wurde das HI-Virus erstmalig diagnostiziert, als bereits ein fortgeschrittener Immundefekt vorlag. Bei 510 Betroffen erfolgte die Diagnose sogar erst mit dem Ausbruch von AIDS. Es wird geschätzt, dass etwa 11.400 Menschen in Deutschland noch nichts von ihrer HIV-Infektion wissen.

Auch die zunehmende Verbreitung der Prä-Expositionsprophylaxe (PrEP) seit 2017 hat vermutlich einen Einfluss auf den Rückgang genommen. Die PrEP wird von gesunden Menschen angewendet und schützt beim Sex mindestens genauso gut wie ein Kondom gegen eine HIV-Infektion. Was dabei jedoch nicht vergessen werden darf: Schutz gegen andere Geschlechtskrankheiten wie beispielsweise Syphilis und Tripper bietet sie nicht.

Für viele ist PReP, die etwa 50 Euro kostet, immer noch zu teuer, so dass einige wahrscheinlich auf die Schutzmöglichkeit verzichten müssen. Andere greifen auf günstigere Präparate zurück, die sie im Ausland bestellen. Diese können jedoch vereinzelt Risiken mit sich bringen, da der Wirkstoff möglicherweise nicht immer in richtiger Menge enthalten ist. Aufgrund dieser Gefahren wird auch eine Finanzierung der HIV-Prophylaxe PrEP für Menschen mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko durch die gesetzlichen Krankenkassen angestrebt.

Gemeinsam HIV bekämpfen

Die wichtigste Botschaft des Deutschen AIDS-Hilfe Vorstands Sven Warminsky lautet: „Es lohnt sich, Bescheid zu wissen.“ Denn bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung kann man heute gut und lange mit dem HI-Virus leben. Zudem kann eine Übertragung des Virus unter Therapie großräumig gestoppt werden. Die Deutsche AIDS-Hilfe setzt sich unter anderem dafür ein, den Menschen die Angst vor den Tests zu nehmen und zu zeigen, dass ein Leben mit HIV möglich ist. Viele Menschen scheuen sich noch vor dem HIV-Test, aus Angst vor dem Ergebnis. Auch die Furcht vor Stigmatisierung und Diskriminierung kann dazu führen, dass ärztliche Hilfe und Beratungsmaßnahmen nicht genutzt werden. Der Welt-AIDS-Tag ruft daher mit dem Slogan „Du hast HIV? Damit komme ich klar. Streich die Vorurteile“ dazu auf im Umgang mit HIV-positiven Menschen umzudenken, damit Menschen mit und ohne HIV im Alltag zusammenleben können.

Quellen:

Webseite Welt-AIDS-Tag, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Deutsche AIDS-Hilfe e.V.

UNAIDS

Bundesministerium für Gesundheit: Rückgang der HIV-Neuinfektionen. (Pressemitteilung vom 22.11.2018)